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Kampfansage: Ski-Queen Shiffrin bereit für Speed-Comeback

7. Okt.
Nature, Outdoors, Helmet

Foto: GEPA Pictures / Mario Buehner

Mikaela Shiffrin will im kommenden Winter auch wieder in den schnellen Disziplinen angreifen: Der US-Skistar hat einen Start bei den Speed-Rennen in Lake Louise eingeplant.

Nach einer Art Comeback-Saison nimmt Mikaela Shiffrin Kurs auf einen Ski-Winter wie früher. Die US-Amerikanerin bekräftigte jetzt, in der nahenden Olympia-Saison auch wieder vermehrt bei Speed-Rennen zu starten. "Die Technik-Disziplinen werden wohl mein ganzes Rennfahrer-Leben im Fokus stehen. Aber ich liebe Speed", sagte Shiffrin am Donnerstag. Ihre bisher letzte Weltcup-Abfahrt hat sie im Jänner 2020 bestritten.

Die ersten schnellen Rennen in Lake Louise (ab 30. November) hat Shiffrin derzeit eingeplant. "Aber ich werde wohl nicht jedes Speed-Rennen mitnehmen." Dennoch nimmt damit der vierte Weltcup-Gesamtsieg (2017, 2018 und 2019) einer Athletin wieder deutlich Gestalt an, die in den letzten Jahren den Frauen-Skizirkus dominiert hat.

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Privater Schicksalsschlag wirft Shiffrin zurück

Der überraschende Tod ihres Vaters Jeff hatte die mittlerweile 69-fache Weltcup-Siegerin aber aus der Bahn geworfen. Nach einem durch den Schicksalsschlag begründeten Rückzug kam sie zehn Monate später mit Trainings-Rückstand und Fokus auf den Technik-Disziplinen retour. Und erlebte bei ihrem 44. Slalom-Sieg in Flachau Anfang Jänner eine Art emotionalen "Neubeginn", musste sich letztlich aber etwa im von ihr dominierten Slalom hinter Katharina Liensberger anstellen.

Die langen Latten zog sie nur für die WM in Cortina an, wo sie im Super-G prompt Bronze und Gold in der Kombination holte. Im Gesamt-Weltcup reichte es immerhin zu Rang drei, gut 250 Punkte hinter Petra Vlhova.

Sie fühle sich sogar noch immer als eine, die Meilen auf den Pisten aufzuholen habe, meinte die 26-Jährige. "Ich habe das Gefühl, dass ich noch eine Million Dinge verbessern kann." Mittlerweile habe sie aber gelernt, einen Schritt zurück zu machen und sich selbst zu sagen: "O.k., mein Level ist schon ziemlich gut." Nicht, um sogleich zu betonen: "Aber zu sagen, ich mache alles gut, macht Dich einfach nicht besser."

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"Kann noch eine Million Dinge verbessern"

Eine Bereicherung nicht nur in persönlicher Hinsicht ist offenbar ihre Beziehung mit Aleksandar Aamodt Kilde. Gemeinsam mit dem norwegischen Gesamtsieger von 2019/20 trat Shiffrin am Donnerstag bei einem virtuellen Medientermin ihrer Ski-Firma Atomic als personifiziertes Power-Paar auf. Gut gelaunt sprachen die beiden über ihre Beziehung und schwärmten von ihrer gemeinsamen Sommer-Vorbereitung.

Trainingsläufe des jeweils anderen werden via Video seziert. Shiffrin: "Ich liebe es, ihn Skifahren zu sehen. Wir analysieren unsere Fahrten ständig." Gemeinsames Konditions-Training steht auch auf dem Programm. "Es ist super-motivierend im Gym mit ihm. Jede Einheit ist mega-hart." Auch in puncto Material-Abstimmung fordere ihr Lebensgefährte sie heraus. "Weil er sich so sehr dafür interessiert." Sie selbst sei vom Detailreichtum recht schnell überwältigt. "Aber wir haben ein wunderbares Service-Team."

Auch heuer stellt sich Shiffrin auf einen harten Fight in einem kompetitiven Starterfeld ein. "Wir konnten letztes Jahr sehen, dass viele Frauen extrem schnell sind, die Wettkämpfe waren wirklich fordernd. Ich glaube, dass es noch mehr Tiefe gab als in den letzten Jahren und alle ihr Level ständig heben. Es ist cool und gleichzeitig auch nervenaufreibend, ein Teil davon zu sein", sagte Shiffrin. (APA/red.)

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