Ski: Renate Götschl kandidiert als ÖSV-Präsidentin

19. Apr.

Foto: GEPA Pictures / Mario Buehner

Die einstige Speed-Queen geht ins Rennen um die ÖSV-Präsidentschaft: Renate Götschl wirft im Werben um die Schröcksnadel-Nachfolge ihren Hut in den Ring.

Im Rennen um die Nachfolge von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bewirbt sich nun überraschend auch Renate Götschl. Das wurde am Sonntag aus dem Umkreis der ehemaligen Ski-Rennläuferin und mehrfachen Weltmeisterin bekannt. Die 45-jährige Steirerin soll vom Steirischen Ski-Verband, wo sie seit mehreren Jahren Vize-Präsidentin ist, nominiert werden. Schröcksnadel scheidet nach 31 Jahren aus dem Amt aus. Die Bekanntgabe des oder der Nachfolgerin erfolgt Ende Juni.

Zuvor waren Ex-Skistar Michael Walchhofer aus Salzburg sowie Michael Huber vom Kitzbüheler Ski-Club als Kandidaten bekannt geworden. Letzterer hat inzwischen aber zurückgezogen. Die Nominierung der zweifachen Mutter Götschl kommt doch etwas überraschend. Allerdings ist die einstige Speed-Queen aus Obdach (46 Einzel-Weltcup-Siege, 24 in der Abfahrt) schon seit Jahren im steirischen Ski-Verband tätig und bringt sich dort stark ein, vor allem für den Nachwuchs. Götschls Töchter fahren begeistert Ski-Rennen.

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Götschl lange im steirischen Verband engagiert

Götschl ist nicht die einzige Frau, die sich derzeit um ein hohes Funktionärs-Amt im Schneesport-Bereich bemüht. Mit der Britin Sarah Lewis bewirbt sich auch die ehemalige Generalsekretärin des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) um den Präsidentinnen-Posten. Lewis kann damit im Juni ebenfalls erste weibliche FIS-Präsidentin werden.

"Ich habe mich entschlossen, für die Funktion der ÖSV-Präsidentin zu kandidieren. Ich habe mir das sehr lang und reiflich überlegt, mit meiner Familie abgeklärt und traue mir zu, den ÖSV in eine gute Zukunft zu führen", verlautete Götschl am Sonntag. Sie habe auch bereits ihren Landes-Präsidenten, das Präsidium sowie Schröcksnadel über ihren Entschluss informiert und hoffe auf deren Unterstützung.

"Ich sehe mein Antreten nicht als Gegen-Kandidatur zu Michael Walchhofer oder vielleicht auch anderen, sondern als gesunden demokratischen Wettbewerb", stellte Götschl klar. "Die Entscheidung werden die Landes-Präsidenten im Juni fällen. Bis dahin werde ich Überzeugungsarbeit leisten."

Heimischer Ski-Nachwuchs als Herzensprojekt

Der Gewinnerin von neun WM- und zwei Olympia-Medaillen liegt besonders die Förderung und Nachwuchs-Arbeit der Kinder und Jugendlichen am Herzen. Hier wolle sie neue Akzente setzen. "Ich will, dass unsere Athletinnen und Athleten starke Persönlichkeiten sind, als Voraussetzung für Spitzen-Leistungen."

Laut Götschl ist der ÖSV bestens aufgestellt, bestehe der Profi-Bereich doch aus einem Top-Team. "Wichtig ist mir auch die Gleichstellung der Sportlerinnen, auch was Budget-Aufteilung und Preisgelder betrifft", betonte die einstige Weltcup-Gesamtsiegerin. "Ich bringe viel Erfahrung aus meiner eigenen Sport-Karriere mit und habe mich in den letzten Jahren sehr im steirischen Ski-Verband um die Nachwuchs-Arbeit gekümmert."

Schröcksnadel habe den ÖSV zu einem der besten Sportverbände gemacht, betonte Götschl. "Darauf will ich aufbauen mit den Mitarbeitern, den Betreuern und den Partnern." (APA/red.)

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