Stanley Cup Finale 2018: Washington Capitals gleichen in Vegas aus

1. Juni

Das Team aus der US-Hauptstadt gewann am Mittwoch Spiel zwei der "best of seven"-Serie in der Glücksspielmetropole Las Vegas gegen die dortigen Golden Knights 3:2 (1:1,2:1,0:0). Weiter geht es ab der Nacht auf Sonntag mit zwei Spielen in Washington.

Für die Capitals war es in ihrer insgesamt zweiten Finalserie nach 1998 (0:4 gegen Detroit) der erste Sieg in einem Stanley-Cup-Vergleich. Für die Golden Knights wiederum setzte es die erst zweite Heimniederlage in den Playoffs und die vierte insgesamt. Das Team steht in seiner ersten NHL-Saison.

Las Vegas war in der 8. Minute durch James Neal in Führung gegangen. Washington antwortete mit drei Toren in Serie, obwohl Topstürmer Jewgeni Kusnezow in der 15. Minute mit einer Oberkörperverletzung ausgeschieden war. Lars Eller ragte besonders heraus. Der Däne schoss in der 18. Minute den Ausgleich und bereitete die Treffer von Alexander Owetschkin (26.) und Brooks Orpik (30.) vor. Owetschkin war im Powerplay bereits zum 13. Mal in den laufenden Playoffs erfolgreich.

Stanley Cup: Holtby stellt alle in den Schatten

Zum Matchwinner der aufopferungsvoll kämpfenden Capitals avancierte allerdings Goalie Braden Holtby. Der 28-jährige Kanadier ließ nur noch das 2:3 von Shea Theodore (38.) zu, brachte es mit 37 Paraden auf eine Abwehrquote von 94,9 Prozent und gewann das Torhüter-Duell gegen Marc-Andre Fleury (88,5 Prozent) deutlich. Zwei Minuten vor dem Ende wehrte Holtby gegen Alex Tuch spektakulär mit dem Stock ab.

"Gott sei Dank ist er unser Torhüter", meinte Owetschkin. Las Vegas' Headcoach Gerard Gallant sagte, dass es eine dieser Partien gewesen sei, in denen Holtby wirklich gut gespielt habe. "Er hat wahrscheinlich den Unterschied gemacht. Wir haben nicht unser bestes Eishockey gespielt, aber dennoch viele Chancen kreiert."

Capitals-Eigentümer Ted Leonsis hatte es für die beiden Auswärtsspiele in Las Vegas insgesamt 200 Angestellten seines Unternehmens "Monumental Sports Entertainment" ermöglicht, ein Match der Finalserie live zu sehen. Die Einladung war per Mail mit dem Betreff "Let's go to Vegas" gekommen. Während es im ersten Match eine 4:6-Niederlage der Capitals gesetzt hatte, gab es nun etwas zu feiern.

Für die Golden Knights spricht nun, dass sie in den Play-offs nie zwei Begegnungen in Folge verloren haben. Außerdem ist die Heimbilanz der Capitals in der entscheidenden Meisterschaftsphase mit 4:5 Siegen negativ. (APA)

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