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MotoGP World Championship

Startnummern-Frage: So hat sich Quartararo entschieden

27. Okt.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Weltmeister-Nummer 1 oder eigene Startnummer. Fabio Quartararo hat sich recht schnell entschieden. Und so sieht seine Entscheidung aus.

Als Joan Mir im November 2020 in Valencia MotoGP-Weltmeister wurde, ließ er sich anschließend Monate lang Zeit, um zu entscheiden, ob er für die darauffolgende Saison an seiner angestammten Startnummer 36 festhalten würde. Oder aber vom Recht des Weltmeisters Gebrauch machen würde, um die Startnummer 1 zu nehmen. Letzten Endes hat sich Mir zum Festhalten an der #36 entschieden und auf die #1 verzichtet.

Seit dem vergangenen Sonntag in Misano steht Fabio Quartararo als MotoGP-Weltmeister 2021 fest. In seinem Fall aber ist die Entscheidung bezüglich der Startnummer für die Saison 2022 schon gefallen. Und nicht nur das. Quartararo legt sich sogar fest, seine angestammte Startnummer 20, die er zum WM-Titel gefahren hat, überhaupt nicht mehr abzugeben.

„Ich möchte es simpel halten. Ich bin noch lange nicht die absolute Nummer 1", sagt Quartararo wenige Tage nach seinem Titelgewinn gegenüber dem französischen TV-Sender 'Canal+'. Als Vorbild für seine Entscheidung, an der gewohnten Startnummer auch als Titelverteidiger festzuhalten, nennt er Valentino Rossi.

Rossi als Vorbild für Fabio Quartararo

„Es gibt viele Fahrer, die es so gemacht haben. Ein Beispiel ist Valentino Rossi. Er hat neunmal den WM-Titel errungen, hat aber nie die Startnummer 1 gewählt. Ich finde das cool für die Leute", sagt Quartararo und will es genauso handhaben. Eine neue Merchandise-Kollektion mit Fanartikeln vom Franzosen muss also "nur" aufgrund des WM-Titels, nicht aber aufgrund der Startnummer aufgelegt werden.

„Die Startnummer 20 ist diejenige, mit der ich angefangen habe", sagt Quartararo. Er legt sich jetzt schon fest: „Und es ist diejenige, mit der ich meine Karriere beenden werde."

Casey Stoner der bislang letzte MotoGP-Pilot mit der #1

Der bislang letzte MotoGP-Pilot, der sich für die Saison nach Gewinn des WM-Titels für die Startnummer 1 entschied, war Casey Stoner. Nach seinem WM-Titel 2011 auf Honda. Schon nach seinem ersten WM-Titel (2007 auf Ducati) hatte sich Stoner für die darauffolgende Saison für die #1 entschieden und seine #27 für ein Jahr abgelegt.

Ein anderes Beispiel für die #1 ist Jorge Lorenzo, allerdings nicht bei all seinen WM-Titeln. Nach dem Titelgewinn 2010 entschied sich Lorenzo für die Saison 2011 für die #1. Diese Entscheidung wurde nicht zuletzt deshalb getroffen, weil er und sein Umfeld einen Weg fanden, seine Initialen JL mit der Form der Zahl 1 zu kombinieren. Als Lorenzo in den Jahren 2012 und 2015 erneut Weltmeister wurde, hielt er dann aber für die jeweils darauffolgende Saison an seiner Startnummer 99 fest.

Im Gegensatz dazu gehört Marc Marquez zur Reihe derjenigen Champions, die wie Valentino Rossi stets an der persönlichen Startnummer festgehalten haben. Fabio Quartararo ist nun nach Joan Mir der nächste, der diesem Prinzip der Wiedererkennung und persönlichen Markenbildung folgt, indem er auf die #1 verzichtet.

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