MotoGP World Championship

Suzuki zu langsam: Weltmeister Joan Mir erwartet schwieriges Rennen in Le Mans

15. Mai 2021

Foto: (c) Motorsport Images

Der Freitag in Le Mans lief aus Sicht von Suzuki nicht nach Plan.

Joan Mir und Alex Rins stürzten in den Freien Trainings und lagen am Ende des FP2 außerhalb der Top 10. Somit müssen die beiden Suzuki-Piloten am Samstag im Q1 antreten, wenn im FP3 am Samstagvormittag keine Verbesserungen möglich sind. In der Nacht soll es heftige Regenschauer geben.

Bereits im Vorjahr hatte Suzuki in Le Mans Probleme. Joan Mir kam auf Position elf ins Ziel. Der spätere Weltmeister musste damals von Startplatz 14 aus ins Rennen gehen. Teamkollege Alex Rins ging beim Frankreich-Grand-Prix im Vorjahr leer aus.

"Es ist nicht unsere beste Strecke", bemerkt Joan Mir. "Im vergangenen Jahr fuhren wir hier auf diesem Kurs das schlechteste Ergebnis ein. Ich fühlte mich heute nicht besonders wohl und stürzte. Wenn ich konzentriert bin und um die Top 5 kämpfen kann, bin ich zufrieden."

Le Mans passt laut Joan Mir nicht zur Suzuki GSX-RR

"Le Mans ist schwierig für unser Motorrad. In den anderen Klassen mochte ich den Kurs und fuhr gern hier. Doch jetzt fühle ich mich nicht wohl", gesteht der Titelverteidiger, der am Freitag in der kombinierten Wertung auf Position 13 landete. Der Rückstand zur Spitze betrug 1,161 Sekunden.

"Im Nassen fühlte ich mich wohl. Im Trockenen war es nicht schlecht, doch irgendetwas im Bereich des Vorderrads funktionierte nicht richtig. Als ich das Tempo anzog, gelang mir keine gute Rundenzeit und ich landete auf dem Boden. Ich musste zum anderen Motorrad wechseln, doch das war anders abgestimmt. Es machte mich wütend", kommentiert Mir den Sturz.

Der Wetterbericht sagt für den Rest des Wochenendes Regen voraus. Mir bevorzugt ein Trockenrennen, würde aber auch gern einmal ein Flag-to-Flag-Rennen absolvieren. "Ich würde mich irgendwie freuen, wenn wir ein Flag-to-Flag-Rennen haben. Es ist eine Erfahrung, die ich als Fahrer benötige, um mich weiter zu entwickeln. Je eher ich diese Erfahrung mache, desto besser ist es", erklärt der Spanier.

"Es ist merkwürdig, während eines Rennens die Motorräder zu tauschen. Doch ich bin nicht abgeneigt. Ehrlich gesagt würde ich aber ein Trockenrennen bevorzugen", erklärt Mir, der am Freitag etwa eineinhalb Zehntelsekunden langsamer war als Teamkollege Alex Rins.

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Alex Rins scheitert knapp an den Top 10

Auch Rins verpasste den Sprung in die Top 10. Ein Sturz im FP2 in Kurve 3 verhinderte ein besseres Ergebnis. Als Elfter scheiterte er knapp an der vorläufigen Qualifikation für das Q2 am Samstagnachmittag.

"Mir geht es nach dem Sturz gut", gibt Rins Entwarnung. "Unterm Strich war es ein guter Tag. Klar, wir sind außerhalb der Top 10 und somit außerhalb vom Q2. Ich werde zu 80 Prozent ins Q1 müssen, weil es heute Nacht stark regnen soll. Die Runden, die ich fuhr, waren gute Runden, vor allem im FP2, in dem wir im Trockenen fahren konnte."

"Ich fühlte mich gut. Es ist das erste Mal, dass ich mich hier in Le Mans während meiner MotoGP-Zeit wohl fühle. In der Vergangenheit hatten wir hier immer zu kämpfen", erinnert sich der Suzuki-Pilot, der nach den Stürzen in Jerez und Portimao unbedingt punkten muss, um den Anschluss nicht zu verlieren.

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