Wechsel in die MotoGP? Das sagt Razgatlioglu zu seiner Zukunft

16. Nov.

Foto: Motorsport Images

WSBK-Star Toprak Razgatlioglu spricht exklusiv über seinen bevorstehenden Test mit der MotoGP-Yamaha - und erklärt seinen Karriere-Plan für die nächsten Jahre.

Im September sickerte durch, dass Yamaha einen MotoGP-Test mit Superbike-Pilot Toprak Razgatlioglu plant. Dabei soll sich der Türke - voraussichtlich in Jerez - einen ersten Eindruck von der M1 verschaffen. Und für sich entscheiden, ob er sich einen Wechsel von der WSBK in die MotoGP vorstellen kann.

'Motorsport-Total.com' hat dazu exklusiv bei Razgatlioglu nachgefragt, welchen Plan er verfolgt. "Geplant war ein Test während des Indonesien-Wochenendes. Ich sollte die MotoGP-Yamaha am gleichen Wochenende testen. Aber nachdem Indonesien verlegt wurde, hat sich das geändert. Der Test wird also später stattfinden", erklärt Toprak.

Voller Fokus auf die Superbike-WM

Der WM-Leader weiter: "Ich habe Yamaha gesagt, dass der MotoGP-Test im Moment nicht so wichtig ist und ich mich lieber auf die Superbike-WM konzentrieren will. Ich hoffe, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Bei einem Winter-Test werde ich das MotoGP-Bike dann ausprobieren. Ich weiß nur noch nicht genau wann, vielleicht in Jerez mit dem Crutchlow-Bike", erklärt der Yamaha-Pilot.

In der Superbike-WM begeistert Razgatlioglu vor allem mit seinen spektakulären Bremsmanövern. Die Frage ist, ob sein aggressiver Stil auch mit einem MotoGP-Bike harmoniert. "Ich freue mich darauf, einen MotoGP-Test zu machen. Dabei lerne ich das Bike kennen, mit dem ich eventuell irgendwann Rennen fahre. Vielleicht mag ich es, vielleicht auch nicht. Jeder andere Fahrer meint, dass ich es mögen werde. Aber warten wir es einfach ab", so Razgatlioglu.

"Die WSBK- und die MotoGP-Maschine unterscheiden sich in einigen wichtigen Bereichen. Die Reifen sind anders, die Bremsen auch. Ich brauche also Zeit, um mich anzupassen", bemerkt der WM-Führende der Superbike-WM, der am Wochenende beim Saisonfinale in Indonesien (LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps) kurz vor seinem ersten Titelgewinn steht.

Razgatlioglu: MotoGP nicht um jeden Preis

Dabei steht für Razgatlioglu fest, dass (s)ein Wechsel in die MotoGP nicht um jeden Preis erfolgen muss. "Wenn es mir nicht gefällt, dann bleibe ich in der Superbike-WM. Und wenn ich keinen guten Vertrag bekomme, werde ich ebenfalls nicht wechseln. Ich brauche auch in der MotoGP einen guten Vertrag, will auf jeden Fall ein Werks-Bike", stellt Razgatlioglu klar.

Der Fokus des 25-Jährigen liegt im Moment wie schon erwähnt voll auf der Superbike-WM. "Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr die Meisterschaft gewinnen, und das im nächsten Jahr wiederholen. Dann wechsle ich im darauffolgenden Jahr vielleicht in die MotoGP", erklärt der bis Ende 2023 bei Yamaha unter Vertrag stehende Ausnahme-Pilot aus Alanya.

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