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MotoGP World Championship

Tschechien-GP vor dem Aus: Regierung stimmt gegen MotoGP in Brünn

9. Dez. 2020
In Tschechien fehlt das Geld für eine Modernisierung der Strecke

Foto: Motorsport Images

Diese Nachricht ist nicht nur für tschechische Fans ein Schock: Die MotoGP wird 2021 nicht in Brünn gastieren - die Verantwortlichen stimmten gegen die geforderte Neu-Asphaltierung.

Die Aufregung war groß, als der Tschechien-Grand-Prix in Brünn nicht im provisorischen MotoGP-Kalender 2021 aufschien. Obwohl es einen bestehenden Vertrag zwischen den Streckenbetreibern und Rechte-Inhaber Dorna gibt. Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta begründete seinerzeit ausführlich, warum Brünn vorerst nicht gelistet war.

Jetzt zeichnet sich ab, dass die Verantwortlichen in Tschechien den Forderungen der Dorna nicht nachkommen. Und es demzufolge kein MotoGP-Rennen in Brünn geben wird.

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Brünn: Ohne neuen Asphalt kein Rennen

In einer Sitzung wurde gegen den Brünn-GP gestimmt. Laut 'idnes.cz' sprachen sich die Verantwortlichen in Tschechien dagegen aus, die Neu-Asphaltierung der Strecke zu bewilligen. Ein neuer Belag im Automotodrom Brno war aber die Grundvoraussetzung dafür, dass die MotoGP 2021 nach Südmähren zurückkehrt.

Hintergrund: Nach dem diesjährigen Rennen hatten viele Fahrer den schlechten Zustand des Asphalts beklagt. In der Sicherheits-Kommission einigte man sich deshalb darauf, nur nach Brünn zurückzukehren, wenn die Verantwortlichen den Belag erneuern. Doch dafür fehlen aktuell die Mittel: Eine Neu-Asphaltierung kostet geschätzte 100 Millionen Kronen (etwa 3,8 Millionen Euro). In Zeiten von Corona fehlt dieses Geld in den Kassen.

Fan-Unsicherheit schreckte Entscheider zusätzlich ab

Zudem war bis zuletzt unklar, ob bei einem Grand Prix 2021 mit oder ohne Zuschauer geplant werden kann. Diese Unsicherheit schreckte die Verantwortlichen in Tschechien zusätzlich ab, die Neu-Asphaltierung zu bewilligen. Denn ohne Fans vor Ort hat die Region kaum Vorteile durch einen Grand Prix.

Da es laut aktuellem Stand 2021 keinen Tschechien-Rennen gibt, müssen die Promoter bereits verkaufte Tickets zurückerstatten. Für das Event 2020 wurden etwa 15.000 Karten verkauft. Die Antrittsgebühr betrug in diesem Jahr eine Million Euro. Obwohl 2021 kein Rennen stattfindet, droht den Verantwortlichen trotzdem wieder die Zahlung dieser Gebühr. Denn auch ohne Ausrichtung existiert für das Rennen ein gültiger Vertrag.

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