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Valentino Rossi: So erfuhr seine Mutter vom Rücktritt

7. Aug.

Foto: Motorsport Images

Von der Welle an Reaktionen, die Valentino Rossi mit seinem Rücktritt auslöste, war er selbst überwältigt. Die Entscheidung hielt er bis zuletzt geheim.

Als Valentino Rossi für Donnerstagnachmittag in Spielberg eine außerordentliche Pressekonferenz ankündigte, gingen die meisten davon aus, dass der MotoGP-Routinier seinen Rücktritt erklären würde. Aber hundertprozentig sicher waren sich diesbezüglich selbst eingefleischte Experten und erfahrene Insider nicht.

Dass Valentino Rossi alle überraschen und doch ein Jahr dranhängen würde, im eigenen MotoGP-Team neben seinem Halbbruder Luca Marini, konnte niemand wirklich ausschließen. Und selbst seine engsten Vertrauten offenbarten vor der Pressekonferenz auf Nachfrage, dass sie nicht wissen, was der 42-Jährige verkünden würde.

Nun könnte man annehmen, dass sie sehr wohl Bescheid wussten, aber einfach nichts vorwegnehmen wollten oder durften. Doch wie Valentino Rossi am Tag nach dem Rücktritt in Spielberg bestätigt, hatten sie wirklich keine Ahnung. "Was die Pressekonferenz angeht, habe ich zu den Fahrern aus der Akademie nichts gesagt", bestätigt der Italiener.

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Petronas-PR-Manager einer der ersten Eingeweihten

"Ich habe mit ihnen zwar viel über die Entscheidung gesprochen, vor allem mit Pecco (Francesco Bagnaia; Anm. d. R.), mit (Andrea) Migno, mit meinem Bruder. Aber sie waren alle der Meinung, ich sollte weitermachen, statt aufzuhören. Als ich mich entschieden hatte, sagte ich ihnen nichts, auch nicht Luca."

Valentino Rossi wollte die Kontrolle darüber behalten und nicht riskieren, dass vorab etwas durchsickert. "Ich rief Pol (Bertran, PR-Manager bei Petronas-Yamaha) an. Er war einer der Ersten, der davon erfuhr. Wir wollten etwas Schönes für alle organisieren und haben zusammen mit der Dorna die Pressekonferenz veranstaltet."

Auch gegenüber seiner Familie hielt der neunfache Motorrad-Weltmeister bis zum Schluss dicht - zumindest fast. "Am Mittwochabend esse ich immer zusammen mit meiner Mutter und meiner Freundin Francesca, bevor es dann am Donnerstag sehr früh losgeht. Ich erzählte auch meiner Mutter nichts", verrät Valentino Rossi.

Selbst seine Mutter spannte Valentino Rossi lange auf die Folter

"Erst kurz bevor ich ging, sagte ich, dass ich am Donnerstag um 16:15 Uhr eine Pressekonferenz geben werde, auf der ich bekannt gebe, dass ich aufhöre. Sie meinte: 'Oh ja?' und hatte gar nicht die Kraft, viel zu sagen. Das war schon lustig", lacht der MotoGP-Pilot, der die Weltmeisterschaft nach 26 Jahren verlassen wird.

Nach seiner Rücktrittsankündigung wurde sein Handy und das Internet mit Glückwünschen und Ehrungen geflutet. "Es war ein sehr emotionaler Tag. Vor allem am Abend war es toll, die vielen Nachrichten von überall her zu bekommen. Ich hatte erwartet, viele Reaktion zu erhalten", gibt Valentino Rossi zu.

Auch nach guten Rennen habe Valentino Rossi immer wieder wohlwollende Botschaften erhalten. "Aber es war unglaublich. Ich bekam nicht nur Nachrichten von engen Freunden, sondern auch aus anderen Sportarten, von Formel-1-Fahrern, Fußballern und insbesondere auch von meinen alten Rivalen. Das sind die besten."

"(Casey) Stoner hat mir eine Nachricht geschickt, (Max) Biaggi, (Jorge) Lorenzo, Dovi (Andrea Dovizioso). Es war toll und hat mich sehr glücklich gemacht", sagt Valentino Rossi.

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