Vor 70 Jahren: Ascari – Erster Formel 1-Sieger am Nürburgring

28. Juli

Foto: (C) Twitter/DriversAnniversaries

Am 29. Juli 1951 gastierte die Formel 1 erstmals am Nürburgring. Das Rennen gewann Ferraris erster Weltmeister. Jahre später folgte der Schockmoment um Niki Lauda.

Weit über drei Stunden dauerte das Spektakel, als am 29. Juli 1951 Alberto Ascari (Ferrari) und Juan Manuel Fangio (Alfa Romeo) beim ersten Formel 1-Rennen in Deutschland über den Nürburgring jagten. 20 Runden auf der legendären Nordschleife standen auf dem Programm, ausnahmsweise einmal bei bestem Wetter sausten die PS-Helden durch Passagen wie Schwedenkreuz, Fuchsröhre oder Schwalbenschwanz. 

Am Ende hatte Ascari als Sieger 30 Sekunden Vorsprung auf seinen Rivalen Fangio, doch der legendäre Argentinier holte zwei Rennen später seinen ersten von insgesamt fünf WM-Titeln. 

Niki Lauda schockte die Welt

Längst war die Nordschleife da schon ein Mythos. Doch die Formel 1-Boliden wurden schnell viel zu schnell für dieses 22,810 km lange Ungetüm von einer Strecke, die Piste fiel aus der Zeit, der Spielraum für Sicherheitsmaßnahmen war zu klein, Rettungswege waren zu lang. 

Am 1. August 1976 kam dann der Einschnitt, der fürchterliche Feuerunfall von Niki Lauda schockte die Welt. Als Reaktion fuhr die Motorsport-Königsklasse ab 1977 lieber auf dem vergleichsweise biederen Hockenheimring. Auch andere Rennserien drohten, einen Bogen um die „Grüne Hölle" zu machen.  

So fiel letztlich die Entscheidung für den Bau einer „modernen" Rennstrecke von gut 4,5 km Länge mit geräumigen Auslaufzonen. Vom alten Kurs blieben nur die Start-Ziel-Gerade - und ziemlich wenig Flair. (SID/Red)

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