Walkner auf erster Dakar-Etappe bei Motorrädern Dritter

5. Jan. 2020

Matthias Walkner (AUT) of Red Bull KTM Factory Team performs during shakedown of Rally Dakar 2020 Djeddah, Saudi Arabia on January 02, 2020.

Bei der ersten Etappe der Rallye Dakar 2020 belegt der Österreicher Matthias Walkner Platz drei. Der Rückstand auf den Führenden: 2:40 Minuten.

Der Österreicher Matthias Walkner hat am Sonntag in Saudi-Arabien auf der ersten Etappe der Dakar-Rallye 2020 bei den Motorrädern Rang drei belegt. Am ersten Tag legte er 752 km, davon 319 km Sonderprüfungen, von Jeddah nach Al Wajh zurück. Walkner, der als 22. in das Rennen ging, zeigte zum Auftakt eine starke und konstante Leistung. Der Salzburger kam 2:40 Minuten hinter seinem KTM-Teamkollegen und Titelverteidiger Toby Price ins Ziel.

Der Rückstand auf den Zweitplatzierten US-Amerikaner Ricky Brabec (Honda) beträgt 35 Sekunden.

Walkner: "War ziemlich nervös am Start"

In einem ersten Statement berichtet Walkner: "Ich war heute ziemlich nervös vor dem Start. Alle haben schon im Vorfeld von einer richtig schweren Navigation gesprochen. Dann noch das neue vor markierte Roadbook und ein für uns völlig neuer und unbekannter Austragungsort. Ich habe, ganz untypisch für mich, schlecht geschlafen und konnte nicht viel essen in der Früh. Die ersten 80 Kilometer fühlten sich nicht wirklich gut an, es waren sehr schnelle Abschnitte dabei und dann wieder ganz langsame Passagen mit großen Steinen, beinahe wie beim Hard-Enduro."

Der Salzburger weiter: "Ich wollte nichts riskieren aber nach der Neutralisation bei Kilometer 80 wurde mir klar, dass ich gar nicht so schlecht dabei bin. Nach und nach bin ich besser reingekommen und habe mich auf dem Motorrad immer wohler gefühlt. Ein kleiner Roadbook-Fehler, wo ich ein wenig Zeit liegen gelassen habe, ist mir dann noch passiert. Ich wollte nicht, dass Price mich einholt und habe begonnen etwas mehr zu pushen. Gegen Ende hin wurde das Gefühl immer besser", sagt Walkner.

Walkner mit Platz drei zufrieden

Walkner ist mit Platz drei zufrieden: "Aber ich weiß auch, dass ich mich für die nächsten Tage, gerade bei der Navigation, noch besser konzentrieren muss. Der Untergrund ist sehr trocken, es herrscht ein extrem flaches und grelles Licht wo man die Kontraste und somit die großen Steine zum Teil gar nicht mehr wahr nimmt, damit muss ich mich jetzt schnellstmöglich zurechtfinden. Morgen starte ich hinter Price und Brabec als Dritter, ich denke es ist keine schlechte Ausgangsposition. Das Roadbook wird erst in der Früh ausgegeben. Ich bin gespannt und hoffe auf ein, vom Veranstalter, fehlerfreies Roadbook - sonst endet der morgige Tag im Chaos."

Auch Freinademetz im Ziel

Neben Walkner hat auch Martin Freinademetz seine erste Dakar-Etappe nach zehn Jahren Pause erfolgreich gemeistert. Der ehemalige Snowboard-Weltmeister wurde nach zwei Stürzen und einem Navigationsfehler vorläufig auf Platz 96 geführt. Für den Tiroler ist aber die Zielankunft vorrangig. Dann wäre er der erste österreichische Motorrad-Pilot, der auf allen drei bisherigen Dakar-Schauplätzen das Ziel erreicht hat.

Gelungen ist Freinademetz die Dakar-Ankunft bereits 2007 in Afrika sowie 2010 in Südamerika. Die Dakar-Zielankunft ist ein durchaus ambitioniertes Ziel, lagen zuletzt die Ausfallraten doch oft bei mehr als 50 Prozent. Als Privatfahrer ist der Österreicher auf sich alleine gestellt, hat keine große Service-Crew und auch nur ein sehr überschaubares Ersatzteillager mit.

"Die Navigation ist zudem sehr intensiv geworden. Die Vorgaben im Roadbook sind sehr detailliert. Alle paar Meter gibt's irgendeine Info, man hat die Augen fast mehr am Roadbook als auf der Strecke. Das ist schon sehr kompliziert und schwierig gewesen", berichtete Freinademetz.

Litauischer Außenseiter Zala bei Dakar bei Autos voran

Der Litauer Vaidotas Zala hat in der Autowertung der Rallye Dakar auf der ersten Etappe die Favoriten düpiert. Im Mini sicherte sich der 32-jährige Außenseiter am Sonntag in Saudi-Arabien zum Auftakt nach 3:19 Stunden vor dem 13-fachen französischen Gesamtsieger Stephane Peterhansel den Sieg. Dritter auf der Strecke von Dschidda nach Al-Wajh wurde der Spanier Carlos Sainz.

Nasser Al-Attiyah aus Katar sah lange wie der sichere Sieger der ersten Etappe aus, musste sich nach mechanischen Problemen aber mit dem vierten Platz begnügen. Der frühere Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hielt zu Beginn seines Dakar-Debüts im Toyota gut mit. Mit seinem erfahrenen Co-Piloten Marc Coma belegte der 38-jährige Spanier Platz elf und hatte 15 Minuten Rückstand auf Sieger Zala. (APA/red.)