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Warum Espargaro einem Sieg mit KTM nicht nachtrauert

23. Nov.
Motorsport Images

Foto: (C) Motorsport Images

Fünf Podestplätze und zwei Pole-Positions. Das ist das Fazit von Pol Espargaro in seinem letzten MotoGP-Jahr mit KTM.

Pol Espargaro verabschiedete sich in Portimao mit einem vierten Platz von KTM. Damit beendete der Spanier die MotoGP-Saison 2020 punktgleich mit Andrea Dovizioso (Ducati). Weil der Italiener ein Rennen gewonnen hat, ist er WM-Vierter und Espargaro WM-Fünfter.

„Es war eine Saison mit fünf Podestplätzen und zwei Pole-Positions. Es gibt nicht mehr zu sagen. Ich bin stolz darauf, was wir erreicht haben", hält Espargaro fest. „Ich kann mich nur bedanken, denn es war eine unglaubliche Zeit gemeinsam."

Ein Sieg mit KTM und sein erster in der Königsklasse waren das große Ziel. Geklappt hat es nicht. Ärgert es ihn, dass er KTM ohne einen Rennsieg verlässt? „Nicht zu sehr. Natürlich wollte ich gewinnen. Viele Leute haben mich danach gefragt. Manchmal passiert es nicht."

„Man muss sich nur Joan Mir ansehen. Er ist mit nur einem Sieg Weltmeister geworden", vergleicht Espargaro, der im nächsten Jahr für Honda fährt. „Man muss nicht immer gewinnen. Wenn wir uns die gesamte Saison ansehen, dann waren wir fünfmal auf dem Podium."

Fünf Podestplätze waren fünf glückliche Tage

„Das waren fünf sehr glückliche Tage. Ein Sieg ist ein glücklicher Tag. Wir hatten auch noch zwei Pole-Positions. Was mir fehlt ist das Rennen in Brünn. Ich denke, ich hatte eine große Chance, dieses Rennen zu gewinnen. Abgesehen davon gibt es nichts zu bedauern."

„Der Sieg ist nicht gekommen, weil ich ihn nicht verdient habe oder zum richtigen Zeitpunkt nicht die richtigen Manöver gemacht habe. Ich bin aber zufrieden mit mir und super happy, wie es am Ende ausgegangen ist."

Am meisten wird Espargaro "die Menschen" bei KTM vermissen: „Ich werde sie alle vermissen. Sie haben mir die Flügel gegeben, um diese Ergebnisse zu schaffen. Das ist schwierig, in einem MotoGP-Team zu finden."

„Wenn man sich ärgert und von seinen Teamkollegen besiegt wird, dann ist es schwierig. Aber meine Einstellung im Leben ist, dass man immer lächeln muss. Man braucht gute Menschen um sich herum. Meine Frau unterstützt mich sehr und auch Borja und mein Manager."

„In diesen Jahren habe ich diese Menschen gebraucht, denn es gab viele schwierige Momente. Dazu kommen alle Leute in der Box. Sie haben mir das Vertrauen und die Liebe geschenkt, die ich brauche. Dafür kann ich mich nur bedanken."

Brad Binder trotz Sturz Rookie des Jahres

Für seinen Teamkollegen Brad Binder war das Saisonfinale zu Beginn der dritten Runde vorbei. „Die erste Runde war okay, die zweite wurde schlechter und in der dritten war es vorbei", bringt es der Südafrikaner auf den Punkt. „Das war mehr oder weniger mein Portugal-Grand-Prix."

„Ich kam sehr gut aus der letzten Kurve und war im Windschatten von Danilo. Ich war am Ende der Geraden um 10 km/h schneller. Als ich anfing zu bremsen, wusste ich, dass ich in Problemen bin." Der Sturz war der vierte Ausfall in seiner ersten MotoGP-Saison.

Der Sieg in Brünn war natürlich der Höhepunkt für Binder. Er wurde auch bester Rookie des Jahres. Honda-Konkurrent Alex Marquez hatte am Ende 13 WM-Punkte weniger auf dem Konto. „Ich bin überrascht", kommentiert Binder. „Ich wollte die Saison mit einem Podium beenden, aber es hat nicht geklappt."

„Meine Saison war recht gut. Es gab einige Höhen und einige sehr tiefe Tiefen. Leider habe ich nicht so viele Rennen beendet. Das gehört zur Lernkurve dazu. Es ist natürlich toll, Rookie des Jahres zu sein. Hoffentlich können wir darauf aufbauen und machen im nächsten Jahr weniger Fehler."

Mika Kallio, der im Tech-3-Team für Iker Lecuona eingesprungen ist, beendete das Rennen auf dem 17. Platz. Ende November legt KTM noch einen Test in Jerez (Spanien) ein. Dort werden Dani Pedrosa und Kallio die neuesten technischen Details vor der Winterpause ausprobieren.

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