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Wimbledon: Federer lässt Zukunft nach Viertelfinal-Aus offen

8. Juli
Tennis-Fans auf der ganzen Welt beschäftigt derzeit nur eine Frage: Macht Roger Federer nach seinem Wimbledon-Aus Schluss?

Foto: GEPA Pictures

War es das für den "Maestro"? Nach dem klaren Wimbledon-Aus von Roger Federer gegen Hubert Hurkacz rückt der Abschied des bald 40-jährigen Tennis-Idols näher.

Roger Federer war kaum vom Centre Court verschwunden, da kam einmal mehr die Frage aller Fragen auf: Die nach dem Abschied der lebenden Tennis-Legende. Nicht nur aus Wimbledon, sondern von der Tennis-Bühne. Mit der Antwort darauf wolle er sich Zeit lassen, erklärte der Rekordsieger nach seinem schmerzlichen Viertelfinal-Aus gegen den Polen Hubert Hurkacz am Mittwochabend. Einen Rücktritt kann sich der Superstar, der am 8. August seinen 40. Geburtstag feiert, offenbar noch nicht vorstellen.

Sein Ziel sei es, zu spielen, betonte der Gewinner von 20 Grand-Slam-Titeln. Doch sich in Zukunft häufiger so demütigen lassen wie im letzten Satz beim 3:6, 6:7(4) und 0:6 gegen Hurkacz, das will der aktuelle Weltranglisten-Achte auch nicht. "Das war hart. Die letzten Spiele, wenn Dir klar ist, dass Du nicht mehr zurückkommst. So eine Situation bin ich nicht so gewohnt. Besonders nicht hier", räumte der tief enttäuschte Schweizer ein, der seine Rivalen früher häufig selbst derart demontiert hatte.

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Erneute Wimbledon-Rückkehr fraglich

Ob es noch einmal eine Rückkehr nach Wimbledon geben wird, vermochte der achtmalige Champion so kurz nach der Niederlage nicht zu sagen. Natürlich würde er den Rasen-Klassiker gern noch einmal spielen. Noch einmal die Ovationen bekommen, die Zuneigung der Fans spüren. Heuer hatte er dort zum 18. Mal das Viertelfinale erreicht, ohne allerdings auf einen Top-20-Spieler zu treffen.

Er werde in aller Ruhe alles gut mit seinem Team analysieren, kündigte Federer an. "Wo soll die Reise hingehen, wie soll sie weitergehen? Nach harten 18 Monaten war ich schon froh, dass ich es ins Viertelfinale geschafft habe", gestand der 2020 zweimal am rechten Knie operierte Federer. Dabei sei die Heilung viel langsamer verlaufen als erhofft. Das Ziel sei ursprünglich gewesen, im vorigen Sommer für Wimbledon fit zu sein. Dann aber fiel der Rasen-Klassiker wegen der Corona-Pandemie aus. Letztlich habe es gerade für dieses Jahr gereicht. "Ich bin sehr glücklich, dass ich Wimbledon spielen konnte", sagte Federer.

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Die Uhr läuft gegen Federer

Das Alter - es nagt an den einst Branchen-Besten wie ihm und der ebenfalls 39-jährigen Serena Williams, die in der ersten Runde verletzt aufgegeben hatte. "Ich habe mich nicht so gut bewegt, wie ich das gerne getan hätte, vor allem in der Defensive", erklärte Federer. "Es fehlen viele Dinge, die vor zehn, 15, 20 Jahren ganz leicht und völlig normal waren in meinem Spiel. Jetzt muss ich mich daran erinnern, dieses oder jenes zu tun", erklärte er.

Wie es nun weitergeht, hängt vor allem davon ab, ob Federer sich noch einmal ein Ziel setzen kann, eine Perspektive sieht. Die Wimbledon-Teilnahme war so ein Meilsenstein. Ob es eine Reise zu den in gut zwei Wochen beginnenden Olympischen Spielen nach Tokio ist, bleibt fraglich. Er müsse vor allem ein besserer Spieler sein, um auf höchstem Niveau mithalten zu können, konstatierte Federer.

Immerhin: Die Niederlage werde in ein paar Tagen verarbeitet sein. Dann gehe es ihm wieder gut, versprach Federer, und wollte vor allem auch eines - sich ausruhen. Nach großen Turnieren falle unabhängig vom Ergebnis erst einmal eine Last ab. Darauf folge dann regelmäßig eine große Erschöpfung. "Ich könnte jetzt ein Nickerchen machen", sagte der "Maestro". (APA/red.)

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