WM-Qualifikation: ÖFB-Team vorerst mit 43-Mann-Kader

16. März 2021

Foto: GEPA Pictures / Mario Buehner

Vor dem Quali-Match in Schottland nominiert Teamchef Franco Foda das wohl größte Aufgebot der ÖFB-Geschichte - mit dabei sind neben altbekannten Namen auch einige Neulinge.

ÖFB-Teamchef Franco Foda hat am Dienstag gleich 43 Spieler in seinen provisorischen Kader für die ersten drei WM-Qualifikationsspiele Ende März nominiert. Da alle 19 einberufenen Deutschland-Legionäre wohl nicht zum Match am 25. März in Glasgow gegen Schottland reisen dürfen, musste der Deutsche das größte Aufgebot in der Geschichte der ÖFB-Auswahl zusammenstellen. Allerdings wird der Kader am Freitag noch reduziert.

Neben altbekannten Namen scheinen unter anderem die beiden Rapidler mit türkischen Wurzeln, Ercan Kara und Yusuf Demir, auf. Zudem deren Club-Kollegen Dejan Ljubicic und Maximilian Ullmann sowie Stefan Schwab (PAOK Saloniki), Goalie Daniel Bachmann (Watford), David Nemeth, Jakob Jantscher, Stefan Hierländer (alle Sturm Graz) und Peter Zulj (Göztepe). Nur auf der Abrufliste steht Salzburg-Keeper Cican Stankovic, der als Anwärter auf das Einser-Leiberl galt.

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ÖFB mit Rapid-Stars Kara und Demir

An Kara zeigte zuletzt auch der türkische Verband Interesse. Der Stürmer entschied sich jetzt aber für den ÖFB. "Es ist mir eine Ehre, für Österreich spielen zu dürfen", lautete die erste Reaktion des 25-Jährigen. Kara erfuhr am Dienstag durch ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel von seiner Einberufung. "Ich freue mich sehr, dass ich nominiert wurde und bin im Moment richtig glücklich", erklärte der Angreifer, der erst seit Sommer 2019 Profi ist.

Die Nominierung von Karas Rapid-Kollegen Demir kann als Fingerzeig gewertet werden, dass der 17-Jährige für Österreich auch im A-Team längerfristig zur Verfügung stehen wird. Der als großes Talent geltende Mittelfeldspieler durchlief alle ÖFB-Nachwuchs-Auswahlen, wäre aber ebenfalls ein Thema für die Türkei. Hier könnte es theoretisch noch Jahre dauern, bis Klarheit besteht. Denn die FIFA erlaubt einem Spieler einen Verbands-Wechsel vor dem 21. Geburtstag, selbst wenn dieser bereits Nationalteam-Bewerbspartien absolviert hat.

Stankovic aus dem Goalie-Rennen?

Bemerkenswert ist die Kader-Zusammenstellung auch in puncto Torhüter. Foda kündigte bereits im Herbst an, die Entscheidung über den langfristigen ÖFB-Stammgoalie im März-Lehrgang zu treffen. Kein Kandidat ist nun ganz offensichtlich Stankovic. Die Entscheidung wird wohl zwischen Alexander Schlager (LASK), Heinz Lindner (Basel) und Daniel Bachmann (Watford) fallen. Wolfsburg-Ersatzmann Pavao Pervan und Sturm-Keeper Jörg Siebenhandl haben dagegen wohl nur Außenseiter-Chancen.

Nach dem Schottland-Gastspiel tritt das ÖFB-Team im Wiener Happel-Stadion gegen die Färöer (28. März) und Dänemark (31. März) an. Dass davor der eine oder andere in Deutschland tätige Spieler doch nach Glasgow reisen kann, ist ebenso wenig ausgeschlossen wie die Möglichkeit, dass mancher Bundesliga-Legionär auch gegen Dänemark und die Färöer fehlt. Endgültig Klarheit herrscht beim ÖFB in dieser Angelegenheit wohl am Freitag, wenn der Kader verkleinert wird. Marko Arnautovic ist aufgrund der chinesischen Corona-Reisebeschränkungen definitiv kein Thema. (APA/red.)

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