Wolff vor Imola: „Geben alles, um die Lücke zu schließen“

14. Apr. 2021

Foto: GEPA Pictures / Harald Steiner

Laut Teamchef Toto Wolff fehlt es Mercedes "auf einer Runde noch an Pace" - die schmale Vollgas-Strecke in Imola sollte WM-Rivale Red Bull besser liegen.

Das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola ist am Sonntag (ab 18:15 Uhr Re-Live auf sport.servustv.com & in der App) Schauplatz des zweiten WM-Laufs der Formel 1. Zwar durfte Mercedes beim Auftakt am 28. März in Bahrain den Sieg von Weltmeister Lewis Hamilton bejubeln, hatte dabei aber mit Red Bulls Titelkandidat Max Verstappen hart zu kämpfen. "Wir haben das erste Rennen gewonnen. Aber wir machen uns keine Illusionen, dass das eine unkomplizierte Saison wird", betonte Teamchef Toto Wolff.

Vor allem im Qualifying habe Mercedes noch Aufholbedarf. "Dem Auto fehlt es auf einer Runde noch an Pace, und Red Bull scheint aktuell vorne zu liegen. Wir geben alles, um die Lücke zu schließen. Diese Herausforderung finden wir reizvoll", versicherte der 49-Jährige vor dem Grand Prix der Emilia Romagna auf der 4,909 Kilometer langen Vollgas-Strecke in Imola, die knapp 90 Kilometer entfernt von der Ferrari-Fabrik in Maranello liegt. Bis zur Zentrale von Red-Bull-Schwesterteam AlphaTauri in Faenza sind es sogar nur etwas mehr als 15 Kilometer.

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Pole-Position in Imola entscheidend

"Die Strecke ist relativ schmal, was Überholmanöver erschwert. Aber dadurch liegt ein größerer Fokus auf der Strategie, und das Qualifying wird umso wichtiger", erklärte Wolff. Deshalb will sich Verstappen auch im zweiten Rennen unbedingt die Pole Position sichern. Den Saisonstart bezeichnete der Niederländer trotz des knapp verpassten Sieges als "großartig", weil Red Bull Serien-Champion Mercedes nun endlich voll fordern könne. "Aber das garantiert noch nichts für Imola", trat Verstappen dennoch auf die Euphoriebremse. Es gebe immer Verbesserungs-Potenzial am Auto, meinte der 23-Jährige.

Hamilton hofft in erster Linie, dass sein Dienstwagen nun schneller ist als vor drei Wochen. Weil Red Bull im Bahrain-Qualifying "mit dem Tempo, das sie haben, eigentlich sogar noch weiter vorne hätte sein können", befand der Brite rückblickend. Fast vier Zehntel hatten dem Rekord-Champion in Sakhir auf den besten Startplatz gefehlt. Vor allem in Hochgeschwindigkeits-Passagen hat die Sternenflotte noch Aufholbedarf. Und davon gibt es in Imola bekanntlich einige.

Zum insgesamt 29. Mal gastiert die Motorsport-Königsklasse im berühmten Autodromo nahe Bologna. Im Vorjahr siegte Hamilton dort auf dem Weg zu seinem siebten WM-Titel. Wegen des engen Zeitplans in der Corona-Notsaison hatte die Formel 1 damals jedoch auf das übliche Freitags-Training verzichtet. Heuer gibt es wieder den üblichen Programmablauf. Allerdings mit geänderten Zeiten wegen des Begräbnis von Prinz Philip am Samstag auf dem Gelände von Schloss Windsor. (APA/red.)

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