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FIM Superbike World Championship

WSBK Estoril Lauf 2: Rea-Sieg, Frühstart, Redding-Sturz und Gerloff-Blackout

30. Mai
Motorsport Images

Foto: (c) Motorsport Images

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea hat sich den Sieg im zweiten Estoril-Rennen gesichert.

Der Kawasaki-Werkspilot setzte sich in einem ereignisreichen Rennen gegen Ducati-Pilot Chaz Davies und Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu durch. BMW-Pilot Jonas Folger gab das Rennen vorzeitig auf.

Durch den Sieg im Superpole-Rennen am Sonntagvormittag startete Jonathan Rea von der Pole ins zweite Hauptrennen. Toprak Razgatlioglu und Scott Redding komplettierten die erste Startreihe. Jonas Folger ging von Startplatz 13 aus Reihe fünf ins finale Rennen beim WSBK-Wochenende in Estoril.

Bei der Reifenwahl setzte erneut der Großteil auf den weichen SCX-Reifen. Lediglich im Lager von Kawasaki bevorzugte man den SC0-Reifen. Jonathan Rea war somit der einzige Fahrer in der Spitzengruppe, der den klassischen Rennreifen verwendete.

Frühstart von Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu

Bereits beim Start ging es dramatisch zu. Toprak Razgatlioglu zuckte beim Start und Scott Redding wurde dadurch so stark irritiert, dass er ebenfalls losfuhr. Redding übernahm zwar die Führung, musste aber genau wie Razgatlioglu mit einer Strafe rechnen.

Jonathan Rea fiel in der ersten Runde bis auf die sechste Position zurück. Die Fahrer mit dem weichen SCX-Reifen waren zu Beginn deutlich konkurrenzfähiger. In Runde zwei wurde Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi von Yamaha-Pilot Garrett Gerloff torpediert. Der US-Pilot hatte sich wie bereits in Aragon beim Bremsen verschätzt und einen Gegner abgeräumt.

Scott Redding führte das Rennen in der Startphase vor Toprak Razgatlioglu an. Jonathan Rea wurde durch Garrett Gerloffs Manöver auf die dritte Position gespült. In Runde vier gab die Rennleitung bekannt, dass Toprak Razgatlioglu in Kurve 6 zwei Long-Lap-Penalties absolvieren muss.

Zwei Long-Lap-Penalties werfen Toprak Razgatlioglu zurück

Razgatlioglu trat die Strafe unmittelbar an und bremste sich in gewohnt spektakulärer Manier in den Bogen außerhalb von Kurve 6. Dadurch fiel der Türke auf die vierte Position zurück. Vorjahressieger Chaz Davies rutschte in die Top 3. Nach seiner zweiten Strafrunde lag Razgatlioglu auf der sechsten Position.

Jonas Folger gab das Rennen noch im ersten Renndrittel auf. Der BMW-Pilot ging somit in allen drei Estoril-Rennen leer aus - nach einem vielversprechenden Trainingsauftakt ein heftiger Rückschlag für den Deutschen.

Keine Strafe gegen Scott Redding

An der Spitze führte Scott Redding das Rennen an. Offensichtlich musste der Brite keine Strafe fürchten und war perfekt gestartet. Redding lag zu Beginn der zehnten Runde knapp eine Sekunde vor Jonathan Rea. Chaz Davies fuhr einsam auf Position drei. Toprak Razgatlioglu hatte sich mit schnellen Runden an Yamaha-Teamkollege Andrea Locatelli und Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes vorbei gekämpft.

Mit einer neuen schnellsten Rennrunde kämpfte sich Jonathan Rea an Scott Redding heran und lag zur Renn-Halbzeit in Schlagdistanz. Redding bekam immer mehr Probleme, seine Linien zu halten, als der weiche SCX-Reifen an Haftung verlor. Chaz Davies kam etwas näher an die Spitzenreiter heran.

Scott Redding stürzt beim Kampf mit Jonathan Rea

In Runde 15 ging Jonathan Rea vorbei. Scott Redding stürzte beim Versuch, zu kontern. Redding konnte das Rennen fortsetzen, lag aber außerhalb der Punkteränge. Rea befand sich auf Kurs zum Sieg, doch Chaz Davies lag nur eine Sekunde hinter dem Rekord-Weltmeister.

Rea verteidigte seine Führung bis zum Ende der 21. Runde und baute seine WM-Führung weiter aus. Chaz Davies wurde Zweiter, Toprak Razgatlioglu schaffte es trotz des Fehlers beim Start aufs Podium. Platz vier ging an Kawasaki-Pilot Alex Lowes. Andrea Locatelli komplettierte mit seiner Yamaha R1 die Top 5.

Michael van der Mark war als Sechster bester BMW-Pilot. Alvaro Bautista brachte seine Honda auf Position sieben ins Ziel. Tom Sykes, Eugene Laverty (beide BMW) und Tito Rabat (Ducati) komplettierten die Top 10. Scott Redding kassierte als 14. immerhin noch zwei WM-Punkte.

Die Nachricht vom Tod von Moto3-Pilot Jason Dupasquier wurde auch vom WSBK-Fahrerlager mit großer Bestürzung aufgenommen. In der Startaufstellung gab es eine Schweigeminute für den verstorbenen Schweizer. Auf die Feierlichkeiten in der Startaufstellung und bei der Siegerehrung wurde verzichtet.

Die WSBK-Saison 2021 wird in zwei Wochen in Misano fortgesetzt.

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