WSBK Indonesien (Rennen 1): Razgatlioglu gewinnt das Jubiläumsrennen

12. Nov.
Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglu hat bei der Superbike-WM in Mandalika (Indonesien) das erste Rennen gewonnen.

Mit dem Sieg im 900. Rennen der Superbike-WM verhinderte Razgatlioglu eine vorzeitige WM-Entscheidung und machte fünf Punkte auf WM-Leader Alvaro Bautista (Ducati) gut, der als Zweiter ins Ziel fuhr. Jonathan Rea (Kawasaki) komplettierte das Podium.

Toprak Razgatlioglu startete mit seiner Werks-Yamaha von der Pole ins Samstags-Rennen. Komplettiert wurde die erste Startreihe von der Kawasaki von Rekord-Champion Jonathan Rea und der zweiten Werks-Yamaha von Andrea Locatelli. Die Asphalttemperatur lag zum Start des Rennens bei 58°C.

Beim Start setzte sich Toprak Razgatlioglu durch. Andrea Locatelli übernahm die zweite Position. Alvaro Bautista sprintete aus der zweiten Reihe auf Position drei, doch Jonathan Rea startete noch in der ersten Runde eine Attacke und schob sich auf die dritte Position.

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Toprak Razgatlioglu setzt sich vom Rest des Feldes ab

Philipp Öttl (GoEleven-Ducati) erlebte keinen guten Start ins Rennen. Der Deutsche musste in der ersten Kurve durch die asphaltierte Auslaufzone fahren. Dabei rutschte Öttl auf die letzte Position zurück. Und auch BMW-Pilot Scott Redding und Markenkollege Eugene Laverty fielen weit zurück.

An der Spitze gab Razgatlioglu beim Rennbeginn das Tempo vor. Rea schob sich in Runde zwei auf die zweite Position und verwies Locatelli auf Position drei. Bautista beobachtete die Zweikämpfe von der vierten Position.

Die Spitzengruppe zog sich auseinander. Razgatlioglu setzte sich mit konstant schnellen Runden leicht ab, Rea fuhr auf Position zwei und Bautista übernahm nach einem erfolgreichen Manöver gegen Locatelli die dritte Position.

Alvaro Bautista bezwingt Jonathan Rea

Nach einem Drittel der Renndistanz führte Razgatlioglu mit 1,5 Sekunden Vorsprung. Dahinter entwickelte sich ein Duell zwischen Rea und Bautista um Platz zwei. Rea konnte das Tempo nicht mehr halten, Bautista fuhr deutlich schnellere Rundenzeiten, machte Druck auf Rea und lag in Schlagdistanz.

Da die Haftung neben der Ideallinie schlecht war, musste Bautista vorsichtig sein. In Runde neun zog Bautista an Rea vorbei und setzte sich binnen weniger Kurven deutlich ab. Razgatlioglus Vorsprung betrug aber bereits drei Sekunden.

Philipp Öttl wird von seiner Ducati geschleudert

Philipp Öttl hatte sich nach dem Problem in der Startphase bereits in die Punkteränge vorgekämpft. Doch in Kurve 6 verlor der Deutsche die Kontrolle über seine Ducati Panigale V4R und stieg bei hohem Tempo via Highsider vom Motorrad ab. Im Kiesbett musste sich Öttl erst einmal sammeln.

An der Spitze wurde Razgatlioglus Vorsprung schlagartig kleiner. Während Bautista weiterhin konstant niedrige 1:33er-Runden fuhr, verlor Razgatlioglu binnen einer Runde fast zwei Sekunden, weil er in Kurve 8 von der Strecke abkam.

Nach dem Fehler acht Runden vor Rennende fand Razgatlioglu seinen Rhythmus wieder und vergrößerte den Vorsprung auf 1,7 Sekunden. Rea drehte einsam auf Position drei seine Runden. Die Reihenfolge änderte sich in den finalen Runden nicht mehr.

Souveräner Razgatlioglu-Sieg trotz kleinem Fehler

Razgatlioglu holte sich souverän den Sieg im Samstags-Rennen. Bautista wurde mit 4,3 Sekunden Rückstand als Zweiter gewertet. Rea komplettierte das Podium und hatte nach 21 Runden 11,8 Sekunden Rückstand und kann in diesem Jahr nicht mehr Weltmeister werden.

Andrea Locatelli kam auf der vierten Position ins Ziel. Michael Rinaldi (Ducati) wurde Fünfter. Xavi Vierge brachte Honda in die Top 6. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha), Axel Bassani (Motocorsa-Ducati), Alex Lowes (Kawasaki) und Loris Baz (Bonovo-BMW) komplettierten die Top 10.

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BMW mit knapp 40 Sekunden Rückstand

Aus BMW-Sicht war das erste Rennen eine große Enttäuschung. Baz hatte als bester BMW-Pilot knapp 40 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Lange Zeit sah es danach aus, als ob Michael van der Mark bester BMW-Pilot wird.

Doch drei Runden vor Rennende stürzte der Niederländer in Kurve 16 und war aus dem Rennen. Teamkollege Scott Redding kam auf P12 ins Ziel. Eugene Laverty wurde als 14. gewertet. Nur 16 Fahrer sahen die Zielflagge.

Am Sonntag folgen das Superpole-Rennen um 3:30 Uhr (MEZ) und das zweite Hauptrennen um 6:30 Uhr (MEZ).

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