WSBK Portimao Rennen 1: Razgatlioglu gewinnt, Rea verliert weitere Punkte

8. Okt.

Toprak Razgatlioglu kontrollierte das Rennen in der Schlussphase

Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglu hat bei der Superbike-WM in Portimao das erste Rennen gewonnen.

Der Superbike-Weltmeister setzte sich gegen WM-Leader Alvaro Bautista (Ducati) und Rekord-Champion Jonathan Rea (Kawasaki) durch. Somit konnte Razgatlioglu fünf Punkte auf Bautista gutmachen. Rea verlor weitere vier Punkte auf den WM-Führenden.

Jonathan Rea ging von der Pole ins erste Rennen. Der Brite stand neben Toprak Razgatlioglu und Alex Lowes (Kawasaki) in der ersten Startreihe. Alvaro Bautista ging von Startplatz vier ins Rennen. Philipp Öttl (GoEleven-Ducati) stand auf P12, Marvin Fritz (YART-Yamaha) auf P23.

Durch den schweren Sturz im Supersport-300-Rennen konnte das erste WSBK-Rennen nicht wie geplant um 15:00 Uhr (MESZ) gestartet werden. Da der Rettungshubschrauber nicht rechtzeitig zurückkehrte, erfolgte der Rennstart erst um 16:15 Uhr. Die Renndistanz wurde auf 14 Runden verkürzt.

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Jonathan Rea liegt nach dem Start vorn

Beim Start behauptete sich Rea an der Spitze. Razgatlioglu reihte sich auf der zweiten Position ein, wurde aber noch in der ersten Runde von Lowes überholt. Bautista fuhr hinter Ducati-Markenkollege Axel Bassani auf Position fünf. Philipp Öttl verlor in der ersten Runde viele Positionen und lag nur auf Position 20. Marvin Fritz konnte sich bis auf die 18. Position vorkämpfen.

An der Spitze gab Rea das Tempo vor. Razgatlioglu hatte Mühe, der Kawasaki mit der Nummer 65 zu folgen. Lowes verlor in der zweiten Runde zwei Positionen an die Ducati-Piloten Bassani und Bautista. Mit einer 1:40.604er-Runde setzte sich Rea nach zwei Runden leicht ab, doch Razgatlioglu konterte in Runde drei mit einer 1:40.328er-Zeit.

Toprak Razgatlioglu setzt sich aggressiv gegen Jonathan Rea durch

Nach einem verhaltenen Start zog Razgatlioglu das Tempo an und lag in Schlagdistanz zu Rea. Aber auch Bassani konnte den Anschluss halten. Zu Beginn der sechsten Runde setzte sich Razgatlioglu in Kurve 1 aggressiv gegen Rea durch, der sein Motorrad aufrichten musste. Rea verlor dadurch Schwung und hatte schlagartig 0,5 Sekunden Rückstand auf Razgatlioglu.

Razgatlioglu konnte seine Verfolger aber nicht abschütteln. Die Top 5 rückten kurz vor der Renn-Halbzeit bis auf 1,5 Sekunden zusammen. Bautista startete zu Beginn der achten Runde einen Angriff gegen Bassani, doch der Italiener konterte. Bautista musste hart kämpfen, um sich im Ducati-internen Duell durchzusetzen. Das spielte Razgatlioglu und Rea in die Karten, die sich etwas absetzen konnten.

Alvaro Bautista fordert Jonathan Rea heraus

Bautista war zu Beginn des finalen Renndrittels der schnellste Fahrer und kämpfte sich mit guten Rundenzeiten an das Führungsduo heran. Razgatlioglu kontrollierte die Führung, doch dahinter entwickelte sich ein Duell zwischen Rea und Bautista. Auf der Zielgeraden zog Bautista ohne große Mühe vorbei, verbremste sich vier Runden vor Rennende aber in Kurve 1 und verlor die zweite Position wieder an Rea.

Razgatlioglus Vorsprung wuchs auf über 1,2 Sekunden an. Bautista schob sich drei Runden vor Rennende erneut an Rea vorbei und behauptete die Position in den folgenden Kurven. Rea hatte keine Antwort parat und musste sich mit Platz drei zufriedengeben.

Toprak Razgatlioglu kann nur fünf Punkte gutmachen

Die Reihenfolge der Top 3 änderte sich in den finalen Runden nicht mehr. Razgatlioglu holte sich souverän den Sieg und kam vor Bautista und Rea ins Ziel. Um Platz vier wurde hart gekämpft. Lowes war schneller als Bassani, doch der Italiener verteidigte sich mit allen Mitteln. Bassani wurde als Vierter bester Nicht-Werksfahrer. Lowes komplettierte die Top 5.

Platz sechs ging an Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli. Michael Ruben Rinaldi (Ducati) und Xavi Vierge (Honda) folgten auf den Positionen sieben und acht. Loris Baz (Bonovo) war als Neunter bester BMW-Pilot. Markenkollege Scott Redding stürzte in der letzten Runde und wurde als 18. gewertet.

Philipp Öttl kämpfte sich nach einer schwierigen ersten Runde bis auf die zwölfte Position vor und kassierte wichtige Punkte für die Meisterschaft. Bei der Zieldurchfahrt lag Öttl 21,6 Sekunden zurück. Landsmann Marvin Fritz rutschte auf die 21. Position zurück und hatte nach 14 Runden 39,0 Sekunden Rückstand.

Am Sonntag folgen das Superpole-Rennen und das zweite Hauptrennen.

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