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FIM Superbike World Championship

WSBK: Razgatlioglu sorgt für WM-Vorentscheidung

2. Okt.

Foto: Yamaha

Toprak Razgatlioglu holt sich den WSBK-Sieg in Lauf eins. Jonathan Rea stürzt in Führung liegend. Ersatz-Pilot Loris Baz fährt mit der GoEleven-Ducati auf das Podium.

Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglu hat sich bei der WSBK-WM in Portimao den Sieg im Samstags-Rennen gesichert. Denn: Der Türke setzte sich knapp gegen Ducati-Pilot Scott Redding durch und vergrößerte seinen Vorsprung in der WM von 20 auf 45 Punkte. WM-Rivale Jonathan Rea (Kawasaki) hingegen schied durch einen Sturz aus. Jonas Folger (Bonovo-BMW) beendete das Rennen auf der vorletzten Position.

Toprak Razgatlioglu holte sich am Samstagvormittag zuerst die Pole und startete zusammen mit Jonathan Rea und Leon Haslam aus der ersten Reihe. BMW-Pilot Jonas Folger ging aus Startreihe sieben von Position 19 in Lauf eins. Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes musste aber verletzungsbedingt auf die Teilnahme verzichten. Somit standen 22 Fahrer in der Startaufstellung.

Den Sprint zur ersten Kurve entschied Toprak Razgatlioglu für sich, doch Jonathan Rea setzte sich in Kurve 2 mit einem aggressiven Manöver an die Spitze. Razgatlioglu konterte in Kurve 5 und übernahm erneut die Führung. Ducati-Pilot Scott Redding beendete die erste Runde auf Position drei. Jonas Folger fiel bis auf die vorletzte Position zurück.

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WSBK: Hartes Duell von Toprak Razgatlioglu und Jonathan Rea

In Runde zwei kam es zu einem intensiven Schlagabtausch zwischen Razgatlioglu und Rea. Die beiden WM-Rivalen wechselten mehrfach die Positionen und berührten sich. Zu Beginn der dritten Runde erlebte Rea eine Schrecksekunde, als er in Kurve 1 von der Fußraste rutschte. Scott Redding beobachtete das Duell von Position drei aus und fuhr die schnellste Runde des Rennens.

Rea ließ nicht locker und übernahm in Runde drei erneut die Führung. Redding nutzte das Duell der WM-Rivalen, zog auf der Geraden dank des doppelten Windschattens vorbei und übernahm die Führung. Hinter der Ducati mit der Nummer 45 lieferten sich Razgatlioglu und Rea weiterhin sehr harte Zweikämpfe.

Jonathan Rea geht über das Limit und stürzt

Rea nutzte in Runde fünf einen Fehler von Redding und setzte sich an die Spitze, nachdem er kurz zuvor an Razgatlioglu vorbeigegangen war. Doch wenige Kurven später endete das Rennen des WSBK-Weltmeisters im Kiesbett. Rea rutschte am Ende der fünften Runde über das Vorderrad und stürzte bei hohem Tempo.

Die Kawasaki ZX-10RR mit der Nummer 1 überschlug sich mehrfach und auch Rea wurde wild durchgeschüttelt. Der Titelverteidiger konnte die Unfallstelle jedoch ohne fremde Hilfe verlassen und ärgerte sich über seinen Fehler. Rea wurde später trotzdem sicherheitshalber ins Medical Center eingeliefert.

An der Spitze führte Redding das Rennen an. Razgatlioglu fuhr auf Position zwei und hatte die Chance, für eine WM-Vorentscheidung zu sorgen. Um Platz drei kämpften sechs Fahrer. Loris Baz (GoEleven-Ducati) führte die Verfolgergruppe an, in der auch Michael Rinaldi (Ducati), Leon Haslam, Alvaro Bautista (beide Honda) und Michael van der Mark (BMW) fuhren. Jonas Folger drehte auf der 19. und letzten Position seine Runden.

Toprak Razgatlioglu kämpft hart um den WSBK-Sieg

Zu Beginn der zweiten WSBK-Rennhälfte setzte sich Razgatlioglu an die Spitze und konnte sich sofort leicht von Redding absetzen. Es sah aus, als ob der WM-Leader einem wichtigen Sieg entgegenfuhr. Redding hatte nach hinten einen komfortablen Vorsprung von mehr als sieben Sekunden.

Alvaro Bautista hatte sich mittlerweile an die Spitze der Verfolgergruppe gesetzt und befand sich mit seiner Honda auf Podestkurs. GoEleven-Ersatzpilot Loris Baz zeigte wie in Jerez eine starke Leistung und gab den Kampf um Platz drei noch nicht auf. Und auch BMW-Pilot Michael van der Mark mischte munter mit. Michael Ruben Rinaldi und Leon Haslam verloren in der zweiten Rennhälfte den Anschluss.

Yamaha-Pilot Andrea Locatelli verschätzte sich dann jedoch beim Anbremsen von Kurve 5 und holte Michael van der Mark vom Motorrad. Van der Mark rempelte Locatelli beim Sprint zum Motorrad an. Das Rennen war für Locatelli vorbei. Van der Mark brachte seine BMW an die Box. Nur noch 17 Fahrer waren im Rennen.

Scott Redding setzt Toprak Razgatlioglu unter Druck

An der Spitze konnte Redding die Lücke zu Razgatlioglu wieder zufahren. Zwischenzeitlich setzte sich der Ducati-Pilot wieder an die Spitze. Doch Razgatlioglu blendete die WSBK-Meisterschaft aus und kämpfte weiterhin hart um den Sieg im ersten Rennen. Auf der Geraden war die Ducati von Redding deutlich schneller als die Yamaha von Razgatlioglu. Mit riskanten Manövern konnte Razgatlioglu immer wieder kontern.

In der letzten Runde kontrollierte Razgatlioglu die Spitze. Redding lag nicht in Schlagdistanz und kam mit 0,691 Sekunden Rückstand ins Ziel. Razgatlioglu vergrößerte seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 45 Punkte.

Ein Sturz von Alvaro Bautista in der letzten Runde in Kurve 15 machte für Loris Baz den Weg frei, um wieder aufs Podium zu steigen. Der Franzose kam mit 10,6 Sekunden Rückstand ins Ziel und war als Dritter bester Nicht-Werkspilot.

Platz vier ging an Michael Rinaldi, der mit 12,9 Sekunden Rückstand ins Ziel kam. Leon Haslam wurde Fünfter. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha), Axel Bassani (Motocorsa-Ducati), Leandro Mercado (MIE-Honda), Eugene Laverty (BMW) und Christophe Ponsson (Gil-Yamaha) komplettierten in einem sturzreichen Rennen die Top 10.

Jonas Folger profitierte von den vielen Ausfällen und kassierte als 15. einen WM-Punkt. Der Deutsche kam 52,8 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel und wurde Vorletzter.

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