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Yamaha-Bilanz: Warum Morbidellis alte M1 das bessere Motorrad war

1. Jan.
Franco Morbidelli landete in der WM deutlich vor Werkspilot Maverick Vinales

Foto: LAT

Lin Jarvis betont, dass die 2020er-M1 in der abgelaufenen Saison mehr Siege erzielt hat - doch Yamahas Rennleiter gibt auch zu, dass das 2019er-Bike von Franco Morbidelli konstanter war.

Yamaha sorgte in der MotoGP-Saison 2020 für einige Kontroversen. Neben der Affäre um illegale Ventile irritierten vor allem die schwankenden Leistungen von Fabio Quartararo und Maverick Vinales. Beide Piloten hatten mit der 2020er-M1 so ihre Probleme. Rennleiter Lin Jarvis kann gut nachvollziehen, warum die 2019er-M1 von Franco Morbidelli am Ende für den Vize-Titel gut war, während es kein anderer Yamaha-Pilot in die Top 5 der WM schaffte.

"Manchmal ist es besser, richtig mit dem Material zu arbeiten, das man zur Verfügung hat. Anstatt ständig zu entwickeln und nach neuen Dingen zu suchen. Es geht immer um die Balance", bemerkt Jarvis. Und gesteht damit, dass die Yamaha-Piloten mit der 2020er-M1 manches Mal vom richtigen Weg abkamen.

Morbidelli 2020 stärkster Yamaha-Pilot

"Wir konnten sieben Rennen gewinnen. Vier dieser Erfolge holten wir mit der 2020er-Maschine", versucht Jarvis die Ehre der 2020er-M1 zu retten. Doch mit Fabio Quartararo, Maverick Vinales und Valentino Rossi hatte Yamaha gleich drei Fahrer, die eine 2020er-M1 pilotierten. Die drei Siege mit der 2019er-M1 gehen dagegen auf einen einzigen Piloten zurück.

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"Statistisch gesehen konnten wir mit der neuen Maschine mehr Rennen gewinnen. Es hängt aber immer von der jeweiligen Strecke und den Bedingungen ab. Manchmal will man sich verbessern, verliert dabei aber in anderen Bereichen. Es ist schwierig, sich immer weiter zu verbessern", erklärt Jarvis.

"Als Werksteam muss man sich weiterentwickeln und kann nicht mit dem weitermachen, was man bereits hat. Und dann erwarten, in der Zukunft konkurrenzfähig zu sein", stellt der Yamaha-Rennleiter klar. Gleichzeitig lobt er die Leistungen von Morbidelli: "Franco hat sich unglaublich gut geschlagen."

Jarvis benennt Yamahas größtes Problem

Über die Saison gesehen war die M1 nicht konstant schnell. "Das ist ein Problem, das wir bereits seit drei Jahren haben", ärgert sich Jarvis. "In einigen Saisons war es noch extremer als in diesem Jahr. Wir haben immer mit der Haftung zu kämpfen. Das wirkt sich auf die Traktion und auch auf das Bremsen aus."

"Das Motorrad ermöglichte nicht auf allen Strecken konstant gute Ergebnisse", räumt der Yamaha-Rennleiter ein. Und stellt klar: "Das ist nicht auf das Problem mit den Ventilen zurückzuführen. Sondern auf eine andere grundlegende Konstruktion."

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