“Erst bei 80 Prozent”: Ducati sieht bei 2022er-Bike noch Potenzial

14. Feb.

Foto: Motorsport Images

Ducati wird seiner Favoritenrolle bei den Vorsaison-Tests (noch) nicht gerecht: Das Potenzial des 2022er-Bikes konnte bislang nicht voll ausgeschöpft werden.

Mit dem starken Saison-Finish im Vorjahr und der beeindruckenden Vorstellung beim Nachsaison-Test in Jerez katapultierte sich Ducati vor dem Jahreswechsel in die Favoritenrolle für die MotoGP-Saison 2022. Doch weder Vize-Weltmeister Francesco Bagnaia noch Teamkollege Jack Miller oder Hoffnungsträger Jorge Martin zogen bei den Vorsaison-Tests in Sepang (Malaysia) oder Mandalika (Indonesien) mit Rekordrunden die Aufmerksamkeit auf sich.

Bei der 2022er-Version der Desmosedici hat Ducati noch nicht das volle Potenzial ausgeschöpft. "Es lief nicht schlecht. Wir sind nach wie vor damit beschäftigt, das Motorrad zu verbessern", kommentiert Teamdirektor Davide Tardozzi.

"Honda und Suzuki, aber auch Aprilia konnten sich im Winter stark verbessern", stellt Tardozzi im Gespräch mit 'MotoGP.com' fest. "Unser Motorrad ist aber auch konkurrenzfähig. Beim Renn-Tempo sind wir sehr zuversichtlich. Vor allem mit dem Medium-Reifen, der in Mandalika vermutlich der Rennreifen sein wird."

Welche Details Ducati noch verbessern will

"Es gibt einige Bereiche am Motorrad, die wir noch verbessern müssen. Wir sind aber wirklich zuversichtlich, dass wir konkurrenzfähig sein werden", blickt der Ducati-Manager auf den Saisonauftakt. Und welche Bereiche schaut sich Ducati vor dem ersten Rennen noch einmal genauer an? "Die Leistungsentfaltung und auch das Kurvenverhalten können wir noch verbessern", ist Tardozzi überzeugt.

Zudem stellte Ducati beim finalen Test in Indonesien fest, dass es kleine Probleme beim Bremsen gab. Das ist eigentlich eine der Paradedisziplinen. "Wir sind zu 80 Prozent zufrieden, nicht zu 100 Prozent. Unsere Fahrer zeigen, dass unser Motorrad gut funktioniert", erklärt Tardozzi.

"Wir haben fünf Fahrer mit dem 2022er-Bike. Es gibt uns sehr viel Zuversicht, dass ein Fahrer wie Marini die Tages-Bestzeit holen konnte. Wir müssen uns aber auch die Gegner anschauen. Und Honda und Suzuki konnten sich ordentlich steigern", so der Ducati-Manager.

Verlängert "Pecco" Bagnaia noch vor Katar?

Es wird erwartet, dass Francesco Bagnaia die Ducati-Speerspitze sein wird. Für Ducati und Bagnaia wäre es eine Erleichterung, die Zukunft noch vor dem Saisonstart zu klären. Kommt es noch vor dem Saisonauftakt zu einer Vertragsverlängerung?

"'Pecco' ist ein Fahrer, den wir gerne in unserer Familie behalten wollen. Aktuell besprechen wir noch einige Details. Wir wollen ihn, er will Ducati. Es ist gut denkbar, dass wir da eine Lösung finden", so Tardozzi. "Wir wollen das so schnell wie möglich klären. Bisher ist aber noch nichts vereinbart."

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