Für Frankreichs Sportministerin habe die Tour „größte Bedeutung“. Mit einigen Restriktionen könnte das Radspektakel deshalb stattfinden.

Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen und der Fußball-EM ist die Tour de France als drittes großes Sportereignis in diesem Sommer noch nicht unmittelbar von einer Absage oder Verschiebung bedroht.

Vielmehr arbeiten die Verantwortlichen wegen der Coronavirus-Pandemie im Hintergrund laut Medienberichten an einer Ausgabe mit Einschränkungen für die Öffentlichkeit.

Auch Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu bezeichnete die Rundfahrt, die am 27. Juni in Nizza starten soll, als Veranstaltung „von größter Bedeutung“. So könnte die Tour, die jährlich von zehn bis zwölf Millionen Radsport-Fans am Straßenrand verfolgt und von rund 29.000 Sicherheitskräften begleitet wird, in diesem Jahr mit einigen Restriktionen ablaufen.

Das könnte die Streichung der Werbekarawane oder des Tour-Dorfes vor jeder Etappe betreffen. Zudem könnten die Zuschauer im Start- und Zielbereich, ähnlich wie bei Paris-Nizza Mitte März, ausgeschlossen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

2021 kein olympisches Dorf?
Servus Sport aktuell

2021 kein olympisches Dorf?

Mit der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von Tokio auf 2021…

25. Mär

Tour-Chef Christian Prudhomme hatte in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass erst zwei Weltkriege das Rennen stoppen konnten. „Sobald die Aktivitäten wieder aufgenommen werden, wird der Hunger auf das Rennen immens sein.“ Er hoffe, in erster Linie zum Wohle des Landes, dass die Situation bis dahin geregelt sei.

Auch für die Teams wäre eine Austragung extrem wichtig. So befürchtet Teamchef Patrick Lefevere vom Rennstall Deceuninck-Quick Step einen Zusammenbruch des Systems bei einer Absage. Der Veranstalter ASO „kann einen Schlag verkraften, die Teams nicht“. (APA/Red)