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Bares für Rares Österreich

Bares für Rares Österreich-Lexikon: Edelsteine

13. Apr.
Accessories, Accessory, Jewelry
Kuriositäten und Raritäten bei Bares für Rares Österreich. Unser Lexikon hilft bei den wichtigsten Begrifflichkeiten.

Edelsteine

EDELSTEINEBezeichnung für Minerale und Gesteine mit besonderen Eigenschaften unter Berücksichtigung ihrer Schleifbarkeit und ihrer Verwendbarkeit für Schmuckzwecke.
SCHMUCKSTEINEBezeichnung für eine Kategorie von Edelsteinen, die eher preiswert, eher häufig und meist undurchsichtig sind.
HALBEDELSTEINKeine zulässige Bezeichnung mehr! Bis zur Mitte des 20.Jh. wurde die Einteilung schleifwürdiger Minerale als reine Wertbeurteilung in teurere (Rubin, Saphir, Smaragd, Diamant) und billigere (alle übrigen) Edelsteine getroffen. Gemäß der seit Jahrzehnten gültigen Bezeichnungs-vorschriften der CIBJO (The World Jewellery Confederation), die Handelsnomenklaturen veröffentlicht, ist das Wort „Halbedelstein“ abgeschafft. Grund dafür ist, dass Edelsteine keine „halben“ Edelsteine sein können, entweder es sind Edelsteine oder keine. „Halbedelsteine“ werden heute entweder den Schmucksteinen oder den Edelsteinen zugeordnet.
GEMMOLOGIEFachbezeichnung für „Edelsteinkunde“. Die Gemmologie ist ein Teilgebiet der Mineralogie. Ihre Aufgabe ist es, Edel- und Schmucksteine zu diagnostizieren und zu qualifizieren. Die exakte Edelsteinbestimmung, die Erkennung von natürlichen, behandelten und synthetischen Steinen, sowie von organischen Schmuckmaterialien wie Perlen, Korallen und Bernstein, zählen zum Hauptaufgabenkreis der Gemmologie. Ferner gehören die Kenntnis der Handelsnomenklaturen, die Qualitätsbeurteilung der Edel- und Schmucksteine und deren Bedeutung im Schmuckhandel dazu.
MINERALEMinerale sind leblose Naturkörper von bestimmter chemischer Zusammensetzung und durchwegs gleicher physikalischer Beschaffenheit. Sie sind chemisch und physikalisch einheitliche, strukturell genau definierte natürliche Bestandteile der festen Erdkruste. Als Mineral werden z. B. Quarz, Korund, Beryll, Diamant u. a. bezeichnet.
VARIETÄTDarunter versteht man die farblich verschiedene Ausbildung ein und derselben Mineralart.
Beispiele:
• Das Mineral KORUND besteht u. a. aus den Varietäten RUBIN (rot) und SAPHIR (blau, gelb, grün, etc.)
• Das Mineral BERYLL besteht u. a. aus den Varietäten SMARAGD (grün) und AQUAMARIN (blau).
HANDELSNAMEDies ist der lt. Cibjo-Nomenklatur international erlaubte Name einer bestimmten Varietät einer Mineralart, die im Edelstein- und Schmuckhandel angeboten wird, abhängig von Farbe, Einschlüssen und Erscheinungsbild. So darf z. B. der violette Kristallquarz als „Amethyst“ bezeichnet werden, oder der blaue Zoisit als „Tansanit“.
KRISTALLEKristalle sind stofflich einheitliche Festkörper mit geordnetem innerem Aufbau (Kristallgitter), die von ebenen Flächen begrenzt sind und nach bestimmten chemischen und physikalischen Gesetzen natürlich oder künstlich gewachsen sind.
AMORPHE SUBSTANZENDarunter versteht man Körper, deren kleinste Teilchen nicht regelmäßig angeordnet sind und deshalb auch keine physikalisch ausgezeichnete Richtung haben, wie z. B. Opal, Bernstein oder Glas
CARATInternational gebräuchliche Bezeichnung für das Edelsteingewicht. Die Abkürzung lautet „ct“.
1 Carat entspricht 0,2 Gramm. Nicht zu verwechseln mit dem Goldkarat (Feingehaltsbezeichnung)! Unverständlicherweise wird in Deutschland die Bezeichnung „Karat" mit der Abkürzung „kt", sowohl für den Goldfeingehalt als auch für das Gewicht eines Edelsteines verwendet.
EDELSTEINSCHLIFFDarunter versteht man die Kombination von Schliff-Art und Schliff-Form, ausgehend vom jeweiligen Rohkristall. Man unterscheidet generell zwischen Facettenschliffen (Brillantschliff, Achtkant-Treppenschliff, Tropfenschliff, etc.) und gemugelten Schliffen (Cabochonschliff, Kugelschliff, etc.).
SYNTHESENDarunter versteht man ein künstlich hergestelltes Material (Laborprodukt) mit einem natürlichen Steinvorbild. Das Aussehen sowie die chemischen und physikalischen Eigenschaften gleichen dem natürlichen Stein.
KUNSTSTEINEDarunter versteht man ein künstlich hergestelltes Material (Laborprodukt) ohne ein natürliches Steinvorbild. Kunstprodukte zeigen oft ein ähnliches Aussehen, haben aber unterschiedliche chemische und physikalische Eigenschaften im Vergleich zu dem zu imitierenden Stein.
IMITATIONENÜberbegriff für natürliche Ersatzsteine, Synthesen und Kunststeine.
DUBLETTEEin aus zwei Teilen zusammengesetzter Edel- oder Schmuckstein.
TRIPLETTEEin aus drei Teilen zusammengesetzter Edel- oder Schmuckstein.
GEMME Ein vertieft gravierter Edel- oder Schmuckstein. Auch "Intaglio" genannt. Hauptsächlich für Siegelsteine verwendet. In der Kunstgeschichte wird der Begriff „Gemme" auch allgemein für gravierte Steine verwendet.
KAMEE (Camée)Erhaben geschnittener oder gravierter Stein. Die meisten im Handel vorkommenden Kameen sind aus Achaten (Lagensteine) oder aus Muscheln herausgeschnitten.
ASTERISMUSAuch „Sterneffekt" genannt. Asterismus entsteht durch parallel gelagerte, sich in einem bestimmten Winkel schneidende feine Kristallnadeln, oder Hohlkanäle in einem Edelstein, wie z. B. im Saphir. Abhängig vom Mineral kann er vierstrahlig, sechsstrahlig, achtstrahlig, etc. sein.
CHATOYANCEAuch „Katzenaugeneffekt" genannt. Chatoyieren entsteht durch Reflexion des Lichtes an feinen Fasern oder Hohlkanälen. Diese Erscheinung kommt am besten im Cabochonschliff zu Tage. Bei diesem Schliff mit gewölbtem Oberteil macht sich ein heller Lichtstreifen bemerkbar, der senkrecht zu den Fasern verläuft und bei Bewegung des Steins über dessen Oberfläche gleitet. Dieser Lichtstreifen soll an das Schlitzauge einer Katze (französisch: chat) erinnern.
IRISIERENAuch „Regenbogeneffekt" genannt. Durch Brechung und Interferenz des Lichtes an der Oberfläche eines Gegenstandes, erscheint dieser Gegenstand in den Farben des Regenbogens. Die Farben hängen vom Betrachtungswinkel ab. Irisieren ist bei Perlmuscheln und Seifenblasen bekannt.
Bei Edelsteinen wird dieser Effekt durch Interferenz des Lichtes an eingelagerten Lamellen oder Lufthäutchen verursacht.
CHANGIERENAuch „Farbwechsel" genannt. Bei Edel- und Schmucksteinen versteht man darunter den Farbwechsel eines Minerals, bei Betrachtung im Tageslicht und Kunstlicht. Beispiel: Alexandrit und Chrysoberyll, Granat, Korund, Turmalin, Zirkon.
ADULARISIERENSchimmer-Erscheinung beim Mondstein (Adular-Feldspat). Sie wird durch die Reflexion und Interferenzerscheinung des Lichtes an den eingelagerten winzigen Lamellen verursacht.
Ein über den Stein gleitender Lichtschimmer wird erzeugt, der bei farblosen/weißen Mondsteinen blau ist, bei farbigen Mondsteinen jedoch silbrig-weiß.
OPALISIERENDarunter versteht man das bunte, fleckige Farbenspiel des Opals.
EINSCHLÜSSEAuch „Innere Merkmale" genannt. Sie sind die „Fingerabdrücke“ der Natur im Inneren des Steines und geben Aufschluss über Herkunft und Bildungsbedingungen. Anhand von Einschlüssen lassen sich natürliche und synthetische Edel- und Schmucksteine voneinander unterscheiden.

„Bares für Rares Österreich“ geht in die nächste Runde! Auch dieses Mal werden Kuriositäten und lange in Vergessenheit geratene oder auf dem Dachboden gefundene Raritäten präsentiert. Willi Gabalier vermittelt zwischen den österreichischen Händlern und Anbietern, wobei immer Spannendes, Überraschendes und wahrhaft Kurioses geschieht.

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