Bei „Sport & Talk“ analysiert eine prominente Tennisrunde die Entwicklung von Dominic Thiem sowie das historische US-Open-Finale.

Eine prominente Tennisrunde lässt die Emotionen des US-Open-Finales Revue passieren und analysiert die sportliche und persönliche Entwicklung von Dominic Thiem. Die wichtigsten Aussagen der aktuellen Sendung von „Sport & Talk aus dem Hangar-7“ zusammengefasst:

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Der große Thiem-Talk: Die besten Aussagen

Thiem vs. Zverev: Das historische Finale

„Die Situation, als Favorit in so ein Spiel zu gehen, ist etwas ganz Neues. Den Druck darf man nicht unterschätzen. Mit diesen Emotionen muss man erst einmal zurechtkommen. Das kann sich keiner von uns vorstellen, was einem da durch den Kopf geht. Für mich eine unglaubliche mentale Leistung.“
Barbara Schett über die ungewohnte Rolle von Dominic Thiem im New Yorker Endspiel.

„Da die großen Drei nicht im Bewerb waren, hat die ganze Welt erwartet, dass die Nummer zwei des Turniers die Nummer eins ist. Und das ist in einem Finale schon ein anderes Spiel, als wenn man der Underdog ist. Das hat man in den ersten zwei Sätzen gemerkt.“
Herwig Straka über den finalen Fehlstart von Dominic Thiem.

„Ich habe eigentlich immer Kontakt mit ihm vor den Matches. Er hat zuvor aber nie so augenscheinlich gezeigt, dass er nervös ist. Da habe ich mir gedacht, ui, ui, ui, hoffentlich geht das gut.“ 
Moritz Thiem über Bruder Dominics verloren gegangene Gelassenheit vor dem Finale.

„Am Schluss waren beide natürlich angespannt. Das ist klar. Du spielst um deinen Lebenstraum, auf den du 20 Jahre lang hingearbeitet hast. Es war ein Wahnsinn, wie die beiden damit umgegangen sind.“
Christopher Kas über die vermeidbaren Fehler beider Spieler im Tiebreak.

Die Reaktionen auf den Triumph von Dominic Thiem

Kas: „Sascha ist ein super Typ“

„Sascha ist ein super Typ, er hat das Herz an der richtigen Stelle. Natürlich ist er manchmal unbelehrbar. Der Junge ist 23 und war mit 21 ATP-Weltmeister. Das vergisst man oft: Ein ganz junger Kerl, der plötzlich Berühmtheit erlangt und einen großen Erfolg hat. Das ist dann nicht so einfach.“
Christopher Kas rückt die zuletzt starke öffentliche Kritik an Sascha Zverev ins rechte Licht.

„Der Sport hat uns so viel gegeben. Da ist es schön, wenn man etwas zurückgeben kann. Ich würde mir wünschen, dass der Tennissport in Österreich noch mehr Aufschwung bekommt, man die Chance nützt und viele Kinder mit dem Tennisspielen anfangen. Wenn Dominic seinen Teil dazu beitragen kann, wäre es wunderschön.“ 
Wolfgang Thiem hofft auf einen Effekt auf den Breitensport durch den US-Open-Titel von Sohn Dominic.

„Du hast die Anlage und das Hotel gehabt, dazwischen eine relativ lange Busfahrt. Sonst konntest du nichts machen. Deshalb ist es so wichtig, wen du dabei hast.“
Christopher Kas erlebte die US-Open-Blase in der ersten Turnierwoche.

„Auch wenn nur 1900 Leute im Stadion sitzen, bekommst du ein Feedback. Es wird applaudiert, es wird rhythmisch geklappt.“
Alexander Antonitsch meint, dass selbst wenige Zuschauer die Spieler unterstützen können.

Wolfgang Thiem: „Das war ein unglaublich guter Job von Nico“

„Dominic hat bei den Exhibitions richtig gut gespielt, Top-Ten-Spieler geschlagen. Dann kommt er nach New York und bekommt als Turnierfavorit eine Klatsche. Ihn da rauszubringen, war ein unglaublich guter Job vom Nico. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, bei den US Open so gut zu spielen.“
Wolfgang Thiem über die Psychologen-Rolle von Coach Nicolas Massu nach der Auftaktniederlage im Vorbereitungsturnier.

„Die Spieler wissen jetzt, wie es sich anfühlt, so weit zu kommen. Für Rafa und Roger wird es schwer werden, in eine Welt zurückzukommen, in der sie sich vorher ganz sicher gefühlt haben.“
Herwig Straka geht von einem Ende der Dominanz der Big Three aus.

„Es war klar, dass ein neuer Champion kommen wird. Auf einmal war die Aufmerksamkeit auf andere Spieler gerichtet. Das bekommst du mit und der Druck steigt, obwohl du es gar nicht möchtest.“
Wolfgang Thiem über Dominics Favoritenrolle nach der Disqualifikation von Novak Djokovic.

Wolfgang Thiem über den Rechtsstreit mit Günter Bresnik

„Natürlich reift er durch die sportlichen Erfolge. Aber er hat sich zu einer selbständigen Person entwickelt, weil er begonnen hat, selbst zu entscheiden. Er ist der Boss im Team. Zuvor war er nur der Ausführende, hat wenige Freiheiten gehabt. Aber seit der Trennung geht es bergauf.“
Wolfgang Thiem über Dominiks Wandlung nach der Trennung von Günter Bresnik.

„Mich macht es wirklich traurig. Ich war ein guter Freund von Günter Bresnik. Wir sind mittlerweile soweit, dass er uns verklagt hat. Die Situation ist unerfreulich, aber die Geschichte ist für mich gegessen.“
Wolfgang Thiem verrät, dass sich die Familie mit Günter Bresnik im Rechtsstreit befindet.

„Er hat ihm gewisse Dinge beigebracht, keine Frage. Aus meiner Sicht ist in den letzten vier, fünf Jahren sehr, sehr wenig weitergegangen. Das muss man auch klar sagen.“
Wolfgang Thiem über Günter Bresniks Anteil an den Erfolgen.

„Die technische Grundausbildung ist einzigartig. Ich finde es aber auch richtig, dass man sich ab einem gewissen Alter abnabelt. Beim Nico ist jetzt die taktische Komponente dazugekommen. Man schaut sich den Gegner an und sucht die Schwächen raus.“
Alexander Antonitsch über die Basisarbeit von Günter Bresnik und den Feinschliff durch Nicolas Massu.

„Der erste Schritt, bei einem Grand Slam den Titel zu holen, ist der schwierigste gewesen. Jetzt weiß er, er kann’s.“
Barbara Schett traut Dominic Thiem auch in Paris den Turniersieg zu.

Die ganze Sendung zum Nachsehen:

14. September – Der Sporttalk am Montag