Der Pragmaticus: Ist die Antwort auf den Krieg ein vereintes Europa?

1. Apr.
Weder Drohungen noch Diplomatie haben etwas genützt: Der russische Angriffskrieg in der Ukraine gilt bereits jetzt als Zeitenwende.

Der Pragmaticus zum Thema "Aufrüsten oder Auflösen: Fünf Konzepte für die EU", am Sonntag, 3. April um 22:50 Uhr bei ServusTV Österreich und um 23:05 Uhr bei ServusTV Deutschland. Nach Ausstrahlung abrufbar in der Mediathek bei ServusTV On.

Angesichts der Ukraine-Krise muss die Europäische Union erkennen, dass es neben enormer Anstrengungen in der gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, auch in der Energie-, Klima- und Flüchtlingspolitik neue Weichenstellungen braucht. Doch wie können unterschiedliche Auffassungen unter den Mitgliedsstaaten in der Frage, wie man sich diesen Herausforderungen stellt, gebündelt werden?

Innerhalb der Mitgliedsstaaten tun sich Bruchlinien in der Frage auf, wie das bewerkstelligt werden soll. Ist die EU in ihrer jetzigen Form also dysfunktional? Braucht es tiefgreifende Reformen? Wie kann Europa den Anschluss an die Großmächte USA und China halten? Und welcher Pfad führt Europa in die Zukunft?

Die Gäste zum Thema "Aufrüsten oder Auflösen: Fünf Konzepte für die EU"

Moderator Roger Köppel diskutiert im Studio mit folgenden Gästen:

  • der Politologin und Bestseller-Autorin Ulrike Guérot, die fest davon überzeugt ist, dass Frieden und Wohlstand dauerhaft nur möglich ist, wenn die Mitgliedsstaaten von ihren nationalen Interessen lassen. Sie träumt von den „Vereinigten Staaten von Europa“.
  • dem libertären Volkswirt Hans Hermann Hoppe, der den Weg Großbritanniens, das die Europäische Union 2020 endgültig verlassen hat, auch allen anderen Mitgliedsstaaten empfiehlt, denn statt eines zentralistischen Gebildes plädiert er für ein Europa der Kleinstaaten und der Vielfalt. Die Union sieht er in der Auflösung begriffen und
  • dem Politologen Ulrich Menzel, der wie kein anderer die globalen Konfliktfelder der Zukunft kennt und verrät, ob das Konzept eines Kern-Europas in diesem Spannungsfeld zukunftsträchtiger ist als der Status quo: ein Europa der 27 Mitgliedsstaaten.

Das Pragmaticus-Interview führt Roger Köppel mit:

  • dem ehemaligen Erweiterungs-Generaldirektor bei der Europäischen Kommission, Sir Michael Leigh, der Brüssel rät, alle geostrategischen Bemühungen fallen zu lassen und sich auf die Wurzeln als Wirtschaftsunion zu besinnen. 
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