Die Regierung hat entschieden, die Maskenpflicht wieder einzuführen. Doch kann diese Maßnahme das Coronavirus wirksam bekämpfen?

Das befreite Aufatmen war den Österreichern nur kurz vergönnt. Diesen Freitag kehrt nach einmonatiger Pause in mehreren Bereichen die Maskenpflicht zurück. Sie gilt dann unter anderem wieder im Lebensmittelhandel, in Bank- und Postfilialen.

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Zudem werden Verstöße gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln seit Anfang der Woche mit Geldstrafen geahndet. Die steigenden Infektionszahlen würden all diese Maßnahmen nötig machen, beteuert die Regierung.

Doch Kritiker zweifeln, denn bisher wurde noch keine einzige Corona-Infektion in Supermärkten nachgewiesen. Gefährlich sind vielmehr Veranstaltungen in geschlossenen Räumen – deren Höchstteilnehmerzahl aber sukzessive erhöht wird.

Maskenpflicht nur symbolisch?

Auf welcher Grundlage fußen die Entscheidungen der Regierung? Was ist sachlich begründet und was ist pure Symbolpolitik? Diese Frage stellt sich umso dringlicher, nachdem der Verfassungsgerichtshof mehrere Corona-Regeln am Mittwoch für gesetzwidrig erklärt hat.

Fraglich ist auch, wie eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht zu dem Plan, regional unterschiedlich auf die jeweilige Corona-Situation zu reagieren, passt. Und welche Verschärfungen drohen uns, wenn es im Herbst wirklich zu einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen kommt?

Bei Michael Fleischhacker diskutieren:

  • Georg Willi, Bürgermeister von Innsbruck, Die Grünen
  • Andreas Sönnichsen, Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien
  • Ruth Poglitsch, Allgemeinmedizinerin
  • Jaroslav Belsky, Arzt und Masken-Kritiker
  • Sabine Roßmann, Richterin

Talk im Hangar-7 zum Thema „Rückkehr der Maskenpflicht: Schutz oder Schikane?„, am Donnerstag, um 22:10 Uhr bei ServusTV.

Talk im Hangar 7 – Rückkehr der Maskenpflicht: Schutz oder Schikane?