“Bin nicht der Favorit”: Bagnaia lobt die Konkurrenz

18. Feb.

Foto: Motorsport Images

Ducati-Pilot Francesco Bagnaia ist für viele Fans und Experten der Fahrer, den es in der MotoGP-Saison 2022 zu schlagen gilt. Er selbst sieht das allerdings anders.

Mit seiner beeindruckenden Form im letzten Saison-Drittel 2021 und der Bestzeit beim Nachsaison-Test in Jerez deutete Ducati-Werkspilot Francesco Bagnaia an, dass der MotoGP-Titel 2022 nur über ihn zu gehen scheint. Bei den Vorsaison-Tests in Sepang und Mandalika blieb der Vize-Weltmeister aber unauffällig. Und Bagnaia selbst sieht sich auch nicht als klarer Favorit.

"Ich fühle mich richtig gut. Aber ich bin sicher nicht der einzige Fahrer, dem das so geht. Da gibt es noch eine Reihe anderer Piloten. Aus meiner Sicht bin ich auch nicht der Favorit, weil ja nicht ich letztes Jahr den Titel geholt habe, sondern Fabio (Quartararo). Ich denke, dass es dieses Jahr mehrere Titel-Favoriten gibt", erklärt Bagnaia.

Bagnaia bei Ducati die klare Nummer eins

Im Ducati-Lager dürfte Bagnaia jedoch die klare Nummer eins sein. "Das setzt mich aber nicht groß unter Druck", winkt "Pecco" ab. "Ich bin froh, dass ich letzte Saison zum Ende hin gute Arbeit leisten konnte, und mit den anderen Ducati-Piloten dieses neue Projekt vorangebracht habe.

Über die Konkurrenzfähigkeit der 2022er-Desmosedici gaben die Tests im Winter aber keinen allzu genauen Aufschluss. Die Werkspiloten fuhren damit keine absoluten Rekordzeiten. Und Ducati selbst bezifferte den Fortschritt vorerst nur mit 80 Prozent.

Wen hat "Pecco" in Katar auf der Rechnung?

Wen hat Bagnaia Anfang März auf der Rechnung? "Ich weiß nicht, wer in Katar der härteste Gegner sein wird. Ich denke, dass Honda gut gearbeitet hat - dazu Suzuki und Aprilia. Und wir natürlich auch", glaubt der Ducati-Pilot. Yamaha dagegen hat der WM-Zweite des Vorjahres scheinbar weniger auf dem Zettel.

Nachdem Ducati bei den Winter-Tests nicht alle Bereiche des 2022er-Bikes verfeinern konnte, ist zu erwarten, dass sich Bagnaia und Teamkollege Jack Miller im Laufe der Saison weiter steigern. "Die Stärken unseres Bikes sind die gleichen wie im Vorjahr - das Bremsvermögen, der Kurveneingang und die Beschleunigung. Bei letzterer müssen aber noch zulegen", fordert Bagnaia vor dem Start der Saison.

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