Formel 1 in Miami: Mercedes meldet sich zurück

7. Mai

Foto: GEPA pictures/ XPB Images/ Charniaux

Mercedes meldet sich in Miami zurück: Im zweiten Freien Training der Formel 1 war George Russell Schnellster. Lewis Hamilton landet auf P4.

Mercedes hat sich vor dem neuen Formel-1-Rennen in Miami (Sonntag, ab 20:15 Uhr LIVE bei ServusTV Österreich und ServusTV On) also zurückgemeldet. Denn: Mit einem neuen Heckflügel drehte George Russell im zweiten Freien Training auf dem 5,412 km langen Kurs in 1:29,938 Minuten überraschend die schnellste Runde. Sein Teamkollege und Rekordchampion Lewis Hamilton untermauerte außerdem mit Platz vier (+0.241) den guten Eindruck der Silberpfeile. 

Russell und Hamilton wollten das Ergebnis aber nicht überbewerten."Bislang läuft es gut, aber wir heben nicht ab", sagte Russell. Und Hamilton meinte: "Training ist Training." Er glaube nicht, dass die Konkurrenz ihr "wahres Tempo gezeigt" habe.

Der WM-Führende Charles Leclerc (+0.106) landete auf Platz zwei. Oracle Red Bull Racing-Pilot Sergio Perez auf Platz 3. Weltmeister Max Verstappen hatte hingegen mit technischen Problemen zu kämpfen und schaffte in der zweiten Session keine gezeitete Runde. "Ich kann überhaupt nicht lenken, sorry, die Lenkung hängt", funkte der Niederländer an seine Oracle Red Bull Racing-Box.

Nach dem ersten Training mussten ein Kühler und das Getriebe am Red Bull behandelt werden. Nach der Reparatur streikte mitten in der zweiten Übungseinheit die Lenkung. Womöglich wegen eines Feuers im Heck des Autos des Weltmeisters.

Hochgeschwindigkeits-Abflüge von Leclercs Teamkollegen Carlos Sainz verliefen in beiden Trainings glimpflich für den Fahrer. Im zweiten folgte nach dem Einschlag des Ferrari in der Barriere allerdings ebenso eine rote Flagge wie nach einem Problem von Nicholas Latifi im Williams.

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Formel 1: Vettel auf 15, schumacher auf 16

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) im Aston Martin und Haas-Pilot Mick Schumacher hatten auch noch Schwierigkeiten mit der neuen Strecke rund um das Hard-Rock-Stadium. Vettel wurde mit knapp anderthalb Sekunden Rückstand 15., Schumacher landete einen Platz dahinter (+1,649). 

Formel 1: Neue regeln

Im FP1 war Lewis Hamilton dennoch nur Achter geworden. Womöglich war es noch der Ärger über die Ankündigung der Formel-1-Regelbehörden gewesen, wonach private Unterwäsche und Körperschmuck im Auto nicht erlaubt sind.

Der siebenfache Weltmeister hatte aus Protest dagegen deshalb bei der Pressekonferenz besonders viel Schmuck und gleich drei Uhren angelegt und bezeichnete die Vorgehensweise als "sehr dumm". Er habe zudem Schmuck am Körper, den man nicht problemlos ablegen könne, so Hamilton, der offenbar sogar bereit ist, notfalls auf Rennstarts zu verzichten. "Ich bin seit 16 Jahren in diesem Sport, es war noch nie ein Problem. Das ist ein unnötiger Schritt zurück", sagte Hamilton.

Mercedes versicherte aber, dass der Pilot keinen abnehmbaren Schmuck im Auto tragen werde. Für die Körper-Piercings erhielt Hamilton einen Aufschub von zwei Rennen, ab dem Grand Prix von Monaco Ende Mai muss er dann aber komplett "ohne" sein.

Zudem präzisierte man die Vorschriften zum Tragen der feuerfesten Unterwäsche, manche Piloten sollen noch ganz normale Unterhosen getragen habe. Vettel machte sich über die Regel lustig, indem er eine graue Unterhose über dem Rennoverall trug und lief damit im Fahrerlager herum.

Leclerc: 27 Punkte vor verstappen

Vor dem fünften Saisonrennen der Formel 1 hat Leclerc in der WM-Wertung der Formel 1 27 Punkte Vorsprung auf Verstappen, der zuletzt in Imola gewann. "Ich weiß nicht, wer an diesem Wochenende vorne sein wird", sagte Leclerc. Bislang sei es "immer sehr eng" zugegangen gegen Verstappen. Er sei sich aber sicher, dass er "eine Chance" auf den Sieg habe, wenn er keine Fehler mache. (SID/APA/red.)

ergebnisse des FP2:

  • 1. George Russell (Großbritannien) Mercedes 1:29,938
  • 2. Charles Leclerc (Monaco) Ferrari 1:30,044
  • 3. Sergio Perez (Mexiko) Red Bull 1:30,150
  • 4. Lewis Hamilton (Großbritannien) Mercedes 1:30,179
  • 5. Fernando Alonso (Spanien) Alpine-Renault 1:30,372
  • 6. Lando Norris (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:30,535
  • 7. Pierre Gasly (Frankreich) AlphaTauri-Red Bull 1:30,547
  • 8. Zhou Guanyu (China) Alfa Romeo 1:30,860
  • 9. Esteban Ocon (Frankreich) Alpine-Renault 1:30,861
  • 10. Kevin Magnussen (Dänemark) Haas-Ferrari 1:30,921
  • 11. Carlos Sainz jr. (Spanien) Ferrari 1:30,964
  • 12. Daniel Ricciardo (Australien) McLaren-Mercedes 1:31,208
  • 13. Yuki Tsunoda (Japan) AlphaTauri-Red Bull 1:31,260
  • 14. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull 1:31,277
  • 15. Sebastian Vettel (Heppenheim) Aston Martin-Mercedes 1:31,393
  • 16. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) Haas-Ferrari 1:31,587
  • 17. Lance Stroll (Kanada) Aston Martin-Mercedes 1:31,631
  • 18. Alexander Albon (Thailand) Williams-Mercedes 1:31,710
  • 19. Nicholas Latifi (Kanada) Williams-Mercedes 1:32,913
  • 20. Valtteri Bottas (Finnland) Alfa Romeo
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