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Fußball: Schwacher Austria blüht harter Island-Trip

23. Juli

Foto: GEPA Pictures / Philipp Brem

Das hatte sich die Austria sicher anders vorgestellt: In der Quali zur Conference League reicht es gegen Breidablik nur zu einem 1:1. "Das ist nicht in Ordnung", wütet Torschütze Djuricin.

Die erste Bewährungsprobe der "neuen" Austria ging mit wenig erfreuten Reaktionen zu Ende. Beim 1:1 gegen den isländischen Außenseiter Breidablik im Hinspiel der Conference-League-Qualifikation präsentierten sich die Wiener alles andere als in Frühform. Trainer Manfred Schmid beklagte am Donnerstagabend einen schläfrigen Start seiner Truppe, die aber auch nach der Pause wenig Konstruktives zustande brachte. Torschütze Marco Djuricin fand nach dem Schlusspfiff überaus deutliche Worte.

Ob das Interview des Stürmers ein wenig Entspannung nach einem schwachen Europacup-Auftritt vor heimischer Kulisse bringt, dürfte fraglich sein. Djuricin war über seine Auswechslung nach einer Stunde ebenso wenig erfreut wie über den Auftritt seiner Mannschaft. "Ich habe jetzt zwei Spiele gemacht, zwei Tore geschossen und bin zweimal in der 60. Minute ausgewechselt worden. Das passt mir natürlich nicht", ärgerte sich Djuricin. Dabei sei er immer für ein Tor gut.

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Torschütze Djuricin nach Abpfiff bedient

Die Austria habe insgesamt schwach gespielt. "Es tut mir leid für die Leute. Die haben eine schwierige Zeit, kommen nach zwei Jahren hierher und feuern uns an - und wir spielen so einen Fußball. Das ist nicht in Ordnung", befand Djuricin. Man müsse am Sonntag in der ersten Bundesliga-Runde in Ried ein anderes Gesicht zeigen, forderte der 28-Jährige weiter. "Sonst werden wir uns sehr wundern."

Ein solches Wunder benötigt die Austria in ihrer derzeitigen Phase weniger. Gegen Breidablik zeigte sich die Mannschaft bemüht, aber fehleranfällig. Schon nach wenigen Minuten hätte der Dritte der isländischen Liga nach einem Patzer der Hausherren vorlegen können. Djuricins Treffer (32.) war dann verdient - wie schlussendlich auch der Ausgleich durch Alexander Sigurdarson kurz nach der Pause (47.). "Das war vielleicht ein Schock für die Austria", mutmaßte Breidabliks Trainer Oskar Hrafn Thorvaldsson. Bei den Wienern lief danach nämlich kaum etwas zusammen. Erst in den Schlussminuten baute die Austria vergeblich wieder etwas Druck auf.

Schmid ärgerte sich jedoch mehr über den Beginn der Partie. "Das größte Problem war, wie wir ins Spiel gegangen sind. Wir haben es vom Kopf her nicht geschafft, wie wir es gefordert haben, dass wir totale Laufbereitschaft bringen und in die Zweikämpfe gehen", monierte der Neo-Chefcoach. Auch das Gegentor sei ein Geschenk gewesen. Den fatalen Fehlpass davor leistete sich Vesel Demaku. Breidablik, das bereits zwölf Runden in der Liga absolviert hat, war dann auch deutlich spritziger als die Austria.

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Fataler Fehlpass führt zum Ausgleich

"Es ist leider nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht hätten. Aber es lässt für das Rückspiel alles offen", blieb Schmid optimistisch. Am kommenden Donnerstag in Kopavogur wird sich die Austria jedoch auf mehreren Ebenen steigern müssen, um das Aus abzuwenden. Ob Neuzugang Lukas Mühl die wackelige Defensive dann stabilisieren wird, bleibt abzuwarten. Der 24-jährige Deutsche steht erst seit dieser Woche im Mannschafts-Training.

Durch den Wegfall der Auswärtstor-Regel muss die Austria auf Island jedenfalls gewinnen, um weiterzukommen. Ob in der regulären Spielzeit, in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen. Als Belohnung würde in der 3. Quali-Runde aller Voraussicht nach Aberdeen warten. Die Schotten schlugen den schwedischen Vertreter BK Häcken im Hinspiel am Donnerstag mit 5:1.

Thorvaldsson schanzte seinem Team weiter die Rolle des Außenseiters zu. "Die Austria ist nach wie vor Favorit. Aber wir können es schaffen", meinte der Isländer. Für Schmid bleibt eines klar: Die Austria kann besser spielen. Auf die Aussage seines Gegenübers angesprochen meinte er: "Wie ein Favorit haben wir heute nicht gespielt. Aber ich nehme das gerne an." (APA/red.)

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