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Marquez muss leiden: „Hätte beinahe das Handtuch geworfen“

20. Sept.

Foto: Motorsport Images

In Misano erobert Marc Marquez kurz vor Schluss Platz vier und ist damit happy - dennoch offenbart Honda beim San-Marino-GP einmal mehr viele Probleme.

In einem spannenden Dreikampf in der letzten Runde sicherte sich Marc Marquez beim Grand Prix von San Marino in Misano den vierten Platz. Das Podest war für den Honda-Fahrer diesmal nicht in Reichweite.

"Ich bin zufrieden, denn das Ergebnis ist besser als wir erwartet haben", sagt Marquez. "Am Samstag habe ich gesagt, dass meine Position zwischen Platz fünf und sieben liegt. Am Ende bin ich Vierter geworden, deshalb bin ich zufrieden."

Noch zu Beginn der letzten Runde war Jack Miller (Ducati) Vierter, wurde aber von Joan Mir (Suzuki) attackiert. Bei diesem Manöver wurden beide Rivalen in einer Kurve schließlich nach außen getragen. Nutznießer war Marquez, der innen durchschlüpfte und seinen vierten Platz bis ins Ziel verteidigte.

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"P4 hier wichtiger als zweiter Platz in Aragon"

"Natürlich ist dieser vierte Platz wichtiger als der zweite Platz in Aragon. Das bedeutet mehr", spricht er seine immer noch eingeschränkten Fähigkeiten mit dem rechten Arm an. Zweitbester Honda-Fahrer war sein Teamkollege Pol Espargaro auf Rang sieben.

"Es gab einen Moment im Rennen, als ich das Handtuch werfen wollte", verrät Marquez. "Als Rins gestürzt ist, bin ich etwas von der Linie abgekommen. Ich war alleine und das Motorrad hat sich in schnellen Kurven stark bewegt."

"Ich konnte das nicht kontrollieren und bin von der Strecke abgekommen. Aber dann habe ich einen Schritt gemacht. In der ersten Rennhälfte habe ich mich nicht so gut gefühlt, in der zweiten habe ich es dann aber gut gemanagt."

"Meine körperliche Situation muss sich noch verbessern. Wir haben aber auch noch große Schwächen beim Motorrad. Misano hat mehr Rechtskurven und mein Teamkollege war das ganze Wochenende stark. Trotzdem bin ich vor ihm ins Ziel gekommen."

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Honda muss an vielen Baustellen arbeiten

Im Laufe des Wochenendes tauchten Gerüchte auf, dass Marquez die Saison vorzeitig beenden könnte, um sich seiner körperlichen Verfassung widmen zu können. Eine "Ente", wie sich herausstellte. Stattdessen wird der Ex-Weltmeister das Jahr plangemäß zu Ende fahren.

Seine Ärzte raten ihm sogar dazu, weil das das beste Training sei. Schließlich lassen sich die Belastungen auf einem MotoGP-Bike beim Training im Fitnessraum nicht nachstellen. Schon am Dienstag und Mittwoch ist Marquez beim offiziellen Test in Misano wieder im Einsatz.

"Wir müssen am Kurvenausgang und der Beschleunigung arbeiten. Alles hängt zusammen. Dann kann man etwas früher bremsen, weil man schneller bei der nächsten Kurve ankommt. Dadurch belastet man das Vorderrad nicht so stark."

Marquez hofft auf Fortschritt beim Misano-Text

"Jetzt machen wir die Rundenzeit in der Bremsphase. Das ist ein großes Risiko und wir stürzen viel zu oft", hält Marquez fest. "Ich war hinter Bastianini. Er hat gebremst wie ein Tier, konnte sofort beschleunigen und ist wie eine Rakete aus der Kurve gefahren."

Damit spricht er die Ride-Height-Vorrichtung beim hinteren Dämpfer an. Das System funktioniert speziell im Vergleich zu Ducati nicht gut genug. "Auch beim Chassis haben wir immer noch einige Zweifel, die wir vielleicht beim Test ausräumen können", blickt Marquez voraus.

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