MotoGP World Championship

Rossi sendet Lebenszeichen: „Doctor“ in den Top 10

14. Mai 2021

Foto: Motorsport Images

Die Änderungen vom Jerez-Test sorgen im Lager der Startnummer 46 für Optimismus: Valentino Rossi schiebt sich am Freitag in Le Mans auf Platz neun.

Nach drei Nullern in Folge scheint es bei Valentino Rossi aufwärts zu gehen. Beim Trainings-Auftakt zum Frankreich-Grand-Prix in Le Mans (LIVE bei ServusTV, im Stream & in der App) hinterließ der Italiener einen deutlich konkurrenzfähigeren Eindruck als zuletzt in Jerez, Portimao und Losail. Im FT2 schob sich der Petronas-Pilot auf die neunte Position. Der Rückstand auf Spitzenreiter Johann Zarco (Pramac-Ducati) lag bei 0,922 Sekunden.

"Es war ein besserer Tag für uns", zeigt sich Rossi erleichtert. "Bereits am Vormittag im Nassen war ich ziemlich schnell und fühlte mich wohl. Ich benötigte aber ein trockenes Training, um zu verstehen, ob die Arbeit vom Montags-Test in Jerez uns auch hier in Le Mans hilft."

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Rossi: "Das war gar nicht schlecht"

"Wir hatten Glück, denn das FT2 war komplett trocken. Wir konnten attackieren und die Situation verstehen. Schlussendlich schaffte ich es in die Top 10 und wurde Neunter. Im gesamten Training konnte ich besser fahren und war mehr konstant. Zudem fuhr ich anständige Rundenzeiten. Ich konnte tiefer in die Kurven bremsen und schneller in sie hineinfahren. Es war nicht schlecht", bilanziert Rossi.

"Es sieht so aus, als ob wir stärker sind als bei den ersten Rennen", zeigt sich der 42-Jährige vorsichtig optimistisch für den Rest des Wochenendes. Fortschritte sind bitter nötig, denn zuletzt präsentierte sich Rossi überhaupt nicht in Form. Auf seiner Paradestrecke in Jerez scheiterte er an den Top 15.

Jerez-Test für Rossi der Schlüssel?

Mut machen die Änderungen vom Test nach dem Jerez-Rennen. "Die Arbeit, die wir in Jerez erledigt haben, hilft uns sehr. Beim Test am Montag haben wir sehr hart gearbeitet. Wir haben die Abstimmung der Federelemente angepasst, wie zum Beispiel der Federgabel. Wir haben die Balance geändert, die Gewichtsverteilung der Maschine. Und wir haben eine andere Carbon-Schwinge probiert, die gut ist", berichtet Rossi.

"All diese Dinge halfen uns, stärker zu sein. Vor allem beim Bremsen und am Kurveneingang kann ich mehr Tempo in die Kurve bringen, ohne von der Linie abzukommen. Ich fühle mich auf dem Motorrad wohler", erklärt die Startnummer 46.

Unklar ist, ob es in Le Mans trocken bleibt oder ob der angekündigte Regen kommt. "Der Wetterbericht sieht momentan nicht besonders gut aus", stellt Rossi fest. "Hier in Le Mans kann sich alles innerhalb von fünf Minuten ändern. Wir müssen mit allem rechnen, auch mit einem Trockenrennen. Alles ist möglich. Ich bevorzuge ein Trockenrennen. Und wenn es nass ist, dann ein richtiges Regenrennen ohne Flag-to-Flag-Situation."

Warum flogen in Kurve 3 so viele ab?

Im FT2 sah man eine Zahl von Stürzen. Die meisten Zwischenfälle gab es in Kurve 3. "Kurve 3 ist ein Albtraum", bemerkt Rossi. "Jede Runde, wenn man an diese Stelle kommt, ist man sehr besorgt. Meiner Meinung nach gibt es dafür mehrere Gründe."

"Es ist die erste Linkskurve nach drei Rechtskurven und einer langen Geraden. Vor allem bei niedrigen Temperaturen sind die Reifen kalt. Man hat nicht viel Grip. Der zweite Grund ist, dass die Kurve nach außen abfällt", schildert Rossi.

"Der dritte Grund ist und dieser Punkt ist sehr entscheidend, dass dieser Kurs von den Autos für die 24 Stunden von Le Mans genutzt wird und der Teil der Strecke, der von den Autos genutzt wird, weniger Grip hat. Der Asphalt wird stärker belastet und ist damit nicht mehr so frisch", stellt Rossi fest. "Wenn man 24 Stunden mit 70 Autos lang fährt, dann wird der Asphalt sehr schnell abgenutzt."

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