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Zarco sieht sich selbst als „Verlierer des Tages“

14. Sept.

Foto: Motorsport Images

Johann Zarco fährt in Aragon gnadenlos hinterher und verpasst die Punkteränge. In der Gesamtwertung verliert der einstige WM-Zweite immer mehr den Anschluss.

Keine Punkte für Johann Zarco in Aragon: Während Markenkollege Francesco Bagnaia seinen ersten Sieg einfuhr, kam der Pramac-Ducati-Pilot am Sonntag nicht über Platz 17 hinaus. Davor konnte der Franzose in allen Rennen der Saison, die er beendete, punkten. Doch in Aragon ging es für ihn nur rückwärts.

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"Es war sehr schwierig. Ich bin enttäuscht und weiß nicht, was ich sagen soll", zeigte sich Zarco unmittelbar nach dem Grand Prix ratlos und suchte selbst nach Erklärungen. In Spielberg und Silverstone hatte er über Armpump-Probleme geklagt. Doch sie seien nicht der Grund für sein enttäuschendes Abschneiden.

"Ich hatte keine Probleme mit meinem Arm, vielleicht weil die Strecke viele Linkskurven hat und mir das hilft. Aber mir fehlte ein bisschen das Vertrauen", erklärt der Pramac-Pilot. "Am Samstag konnten etwas Gefühl zurückgewinnen, aber im Rennen war es nicht genug. Es gab einige Bereiche, in denen ich mich gut gefühlt habe, aber in manchen Kurven habe ich viel Zeit verloren", analysiert Zarco.

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Zarco: "Enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört"

"Das muss ich jetzt verdauen und mit einem freien Kopf zum nächsten Rennen übergehen. Ich habe nicht viele Worte. Ich bin definitiv enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört. Es ist nicht das Ende der Welt und ich glaube auch nicht, dass ich meilenweit weg bin. Mir fehlte einfach die Energie und das muss ich akzeptieren."

Damit meint Zarco aber nicht etwa körperliche Einschränkungen. "Ich meine einen Mangel an Aggression. Ich habe das Motorrad nicht da hinbekommen, wo ich es haben wollte. Mir fehlte hier ein Zehntel, dort ein Zehntel. Am Ende der Runde war es eine Sekunde. Das sind bei über 23 Runden mehr als 20 Sekunden."

Trotzdem ist der 31-Jährige froh, seine Ducati zumindest ins Ziel gebracht zu haben. "Für mich war es gut, das Rennen zu beenden. Ich habe alles gegeben. Zwar ist dieses Ergebnis wie ein Sturz, weil ich keine Punkte bekommen habe. Aber es ist gut, ins Ziel gekommen zu sein. Denn ich habe einige Informationen gesammelt, die ich für Misano nutzen kann, um meinen Rhythmus dort wiederzufinden."

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Mit Blick auf die WM "der Verlierer des Tages"

Zarco war der einzige Fahrer im Feld, der für das Rennen nicht den harten Vorderreifen, sondern die Medium-Variante wählte. Warum? "Auf der harten Option waren die Empfindungen nicht großartig. Und wir erwarteten, am Sonntag niedrigere Temperaturen vorzufinden. Für das, was wir geplant hatten, dachten wir, es würde gut funktionieren."

"Aber im Rennen war es wirklich heiß. Ich kann nicht sagen, dass es mit dem harten Reifen besser gelaufen wäre. Ich habe mich für den Medium entschieden. Denn: Als ich den harten Reifen ausprobierte, hatte ich kein gutes Gefühl und wollte lieber auf Nummer sichergehen. Ich spürte am Vorderrad aber keine großen Einschränkungen."

Es sei vielmehr "eine Reihe von kleinen Dingen" gewesen, die sich aufsummiert und ihn ausgebremst hätten, fasst Zarco zusammen. In der WM-Gesamtwertung hat er dadurch weiter an Boden verloren. Denn: Bagnaia und auch Suzuki-Piloten Joan Mir konnten mit dem ersten und dritten Platz im Rennen ordentlich punkten.

"Pecco war perfekt war und hat einen fantastischen Sieg errungen. Und auch Mir hat ein tolles Ergebnis erzielt", hält Zarco fest. "Insofern bin ich der Verlierer des Tages. Aber wenn sie es schaffen, kann ich es auch. Im Moment ist einfach nicht meine Zeit, aber sie wird wiederkommen. Die WM unter den Top 3 zu beenden, ist ein gutes Ziel, und ich werde mein Bestes tun, um es zu erreichen."

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