Roland-Garros: Federer-Start im Achtelfinale wackelt

6. Juni 2021

Foto: GEPA Pictures / Patrick Steiner

Im Drittrunden-Fight gegen Dominik Koepfer musste Roger Federer bis an seine Grenzen gehen. Nach diesem Kraftakt steht jetzt sogar ein Rückzug des "Maestro" im Raum.

In seiner ersten Night Session bei den French Open musste Roger Federer viel Energie lassen, ist aber Samstagnacht trotzdem ins Achtelfinale aufgestiegen. Der bald 40-jährige Schweizer ließ nach seinem 3:35-Stunden-Fight gegen den Deutschen Dominik Koepfer jedoch offen, ob er am Montag gegen Matteo Berrettini (ITA-9) antreten wird. Denn sein Comeback-Jahr ist klar auf Wimbledon (ab 28. Juni) ausgerichtet, das hatte der "Maestro" schon vor Paris angekündigt.

Erstmals endete eine der in diesem Jahr neu eingeführten Night Sessions in Paris nach Mitternacht, und das wegen der nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich vor leeren Rängen. Federer machte nach dem 7:6(5), 6:7(3), 7:6(4) und 7:5 keine Versprechungen. "Ich muss das mit meinem Team anschauen, ob das Risiko vielleicht zu groß wäre", erklärte der 20-fache Major-Sieger.

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Risiko für Federer zu groß?

Zudem habe er zwischen Paris und Halle nicht die übliche Woche Pause. Man müsse sehen, was das Beste ist, wenn man auch Wimbledon mit in Betracht ziehe. Und schließlich sei es egal, ob Genf oder Paris: "Ich muss sehen, wie ich aufwache. Und wie es meinem Knie am nächsten Morgen geht." Federer spielt in Roland-Garros (täglich Top-Matches LIVE bei ServusTV Deutschland, im Stream & in der App) sein erstes Major-Turnier seit den Australian Open 2020, musste sich nach Melbourne zwei Knie-Operationen unterziehen. Vor den French Open hatte der Schweizer nur ganze drei Matches gespielt.

Der Sieg in einer derart langen Partie nach seiner Auszeit war für Federer aber "sehr wichtig". "Ich habe nicht erwartet, dass ich hier drei Matches gewinne und auch die gute Performance gegen (Marin) Cilic zu bestätigen." Zudem seien die Umstände vor leerer Tribüne freilich ganz andere gewesen. "Es stört mich wohl weniger, weil ich sehr fokussiert auch ins Training gehe. Als jüngerer Spieler habe ich das Training nicht gemocht und es drehte sich alles um Matches und Atmosphäre. Es war schwierig für mich. Das erste Mal ohne Fans in einer sehr langen Zeit, oder überhaupt in meiner Karriere. Es war sehr einzigartig auf viele Arten."

Berrettini wartet auf den "Maestro"

Ein Fünfsatz-Match nun auch in Paris erst um 21:00 Uhr Ortszeit zu beginnen, gehöre zum Business dazu. Aber, befand Federer: "Eine Sache ist klar, Tag und Nacht macht auf Sand einen riesigen Unterschied. Das kann man gar nicht vergleichen. Auf Hartplatz sind die Bedingungen noch sehr ähnlich."

Geht es für Federer in Paris doch weiter, trifft der Schweizer zum dritten Mal auf Berrettini. Die bisherigen zwei Duelle gewann Federer 2019 im Wimbledon-Achtelfinale und bei den ATP Finals in London im gleichen Jahr jeweils ohne Satzverlust. Auf Sand dürfte das Duell zwischen dem an Position 8 gesetzten Federer und der Nummer 9 Berrettini aber weit offener werden. (APA/red.)

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