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Rossis letztes Rennen: Schenken ihm MotoGP-Kollegen den Sieg?

12. Nov.
Motorrad-Legende Valentino Rossi im Kreise seiner MotoGP-Kollegen.

Foto: Motorsport Images

Drehen die MotoGP-Stars beim Saisonfinale in Valencia das Gas zu, damit Valentino Rossi bei seinem Rücktritt nochmal auf dem Podium steht? Das sagen Fabio Quartararo & Co.

An diesem Wochenende steht Valentino Rossi beim Valencia-Grand-Prix (LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps) vor seinem 432. und letzten WM-Start. Klassenübergreifend hat der Altmeister 115 Rennen gewonnen, allein in der Königsklasse stand der neunmalige Weltmeister 199 Mal auf dem Podest. Würden die anderen MotoGP-Fahrer in der letzten Runde von Valencia das Gas zudrehen, um Rossi bei seinem Abschied einen letzten Sieg zu ermöglichen?

"Ich glaube, Valentino wäre nicht glücklich, wenn er seinen 200. Podestplatz auf diese Art erringen würde", meint Weltmeister Fabio Quartararo. "Für ihn würde ich es machen, aber ich glaube nicht, dass er das so haben will. Und deshalb werde ich nicht vom Gas gehen."

Bagnaia: "Er würde es genießen"

"Ich denke", entgegnet Francesco Bagnaia, "er würde es trotzdem genießen. Es wäre immer noch ein Podestplatz. Aber es wäre zu schwierig, das zu machen. Ich glaube eher, wir werden ihn nach der Zielflagge vorbeilassen und für ihn eine Ehrenrunde drehen."

"Er hat viel Geld", wirft Jack Miller in den Raum und ergänzt lachend: "Also wenn er darüber sprechen will, wäre ich offen dafür. Aber ich glaube auch nicht, dass er es so haben möchte." Und Joan Mir meint, dass Rossi "vielleicht alle überrascht" und auch so vorne mitkämpfen wird.

Dass seine Kollegen in der letzten Runde das Gas zudrehen und Rossi vorbeilassen, ist also unwahrscheinlich. Tatsache ist aber, dass am Sonntag eine der erfolgreichsten und herausragendsten Karrieren im Motorsport zu Ende gehen wird.

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Hamilton: "Rossi ist der Größte überhaupt"

Auch Lewis Hamilton meldet sich vor dem Formel-1-Rennen in Brasilien zu Wort. "Es ist natürlich traurig zu sehen, dass 'Vale' aufhört. Sein Antrieb, seine Herangehensweise und alles was er getan hat, ist unglaublich. Diese Leidenschaft, die er so lange gezeigt hat."

"Er ist so eine Legende. Einer der Größten, wenn nicht der Größte überhaupt. Es wird traurig werden, die Rennen ohne ihn zu verfolgen. Aber ich glaube, es ist für ihn auch eine schöne Zeit. Er wird bald eine Familie haben."

Mit 100 Formel-1-Siegen und sieben WM-Titeln zählt auch Hamilton zu den erfolgreichsten Motorsportlern der Geschichte. Ende 2019 durfte er in Valencia die MotoGP-Yamaha ausprobieren, während Rossi seinen F1-Mercedes fuhr. "Ich bin dankbar, dass ich mit ihm einen besonderen Tag auf der Strecke verbringen dufte", erinnert sich Hamilton zurück.

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Rossi für alle MotoGP-Stars das große Idol

Die aktuellen MotoGP-Stars sind ebenfalls dankbar, dass sie mit dem Idol ihrer Kindheit gemeinsam auf der Strecke kämpfen durften. "Er hat auch mich inspiriert, als ich ein Kind war", sagt Quartararo. "Er ist für viele ein Idol. Man kann ihm für seine große Karriere nur gratulieren."

Am Sonntag bestreitet auch Rossis Landsmann Danilo Petrucci sein letztes MotoGP-Rennen. Bezüglich der medialen Aufmerksamkeit steht der KTM-Pilot deutlich im Schatten von Rossi. Auch Tom Lüthi beendet in Valencia seine lange Karriere.

"Ich glaube, Valentino will das Rennen wie immer bestreiten", meint Petrucci, der sich in den letzten Monaten oft mit Rossi im Mittelfeld duellierte. "Natürlich wäre ein weiterer Podestplatz schön, aber Valentino will richtig fahren."

Petrucci hat auch Erinnerungen an erfolgreichere, gemeinsame Tage. "Ich habe damals in Assen mit ihm um seinen letzten Sieg gekämpft", erinnert "Petrux" an Assen 2017. "Wir haben in den letzten zehn Jahren um Siege, Podestplätze, aber auch um hintere Ränge gekämpft."

Zeit mit Rossi macht Petrucci stolz

Petrucci kennt Rossi aber schon viel länger: "Mein Vater war Lkw-Fahrer. Als sich Valentino 1997 sein erstes Motorhome gekauft hat, ist er zu uns gekommen, um es abzuholen. Ich kenne ihn also schon sehr lange. Dann mit ihm auf der Strecke gekämpft zu haben und gemeinsam auf dem Podium gestanden zu sein, macht mich stolz."

Als Teil der VR46-Akademie hat es Bagnaia bis an die Spitze der MotoGP geschafft. Er kennt Rossi aus nächster Nähe und sagt vor dem Finale: "Es ist natürlich ein harter Tag, der irgendwann kommen musste. Ich denke aber, die Leute werden nie vergessen, was 'Vale' für uns und die Meisterschaft getan hat."

"Ich hatte das Glück, dass ich gegen ihn fahren durfte. Meinen ersten Sieg habe ich mit ihm auf der Strecke gefeiert. Man kann sich nur für seine harte Arbeit und auch für seine Arbeit in der Akademie bedanken. Ich hatte auch das Glück, ein Teil seines Lebens sein zu dürfen."

Bagnaia glaubt nicht, dass sich beim Training in der VR46-Akademie ohne Rossi viel verändern wird. Aber, lacht "Pecco": "Das Problem ist, dass Vale jetzt mehr Zeit haben wird, um mit dem Flattrack-Bike zu trainieren. Das wird es für uns wesentlich schwieriger machen!"

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