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FIA Formula One World Championship

Vorteil trotz Rückstand? Hamilton vor Formel-1-Finale gelassen

18. Nov.
ZANDVOORT,NETHERLANDS,04.SEP.21 - MOTORSPORTS, FORMULA 1 - Grand Prix of Netherlands, Circuit Park Zandvoort, practice and qualifying. Image shows Lewis Hamilton (GBR/ Mercedes).

Foto: GEPA Pictures / FIA Pool Image for Editorial Use / Pool via XPB Images

Mercedes-Star Lewis Hamilton geht als Jäger in den Titel-Showdown gegen Max Verstappen. Dennoch gibt es einiges, was vor den letzten drei Rennen für den Weltmeister spricht.

Die freien Tage sind genau so wichtig wie die arbeitsreichen. Das hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton jetzt vor dem Katar-Grand-Prix unter ein Instagram-Video gepostet. Auf einem elektrisch angetriebenen Surfbrett suchte der Mercedes-Star in dieser Woche Entspannung, ehe es zum nächsten Schlagabtausch im Titel-Duell mit WM-Leader Max Verstappen kommt. Hamilton scheint vor dem Wüsten-Rennen am Sonntag (ab 13:30 Uhr LIVE bei ServusTV Österreich, im Stream & in allen Apps) psychologisch im Vorteil - trotz Rückstands.

Grund dafür ist sein beeindruckender Sieg am letzten Wochenende in Brasilien. Über dieses Rennen werde man "zu Recht noch viele Jahre sprechen", prognostizierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Hamilton ließ sich in Sao Paulo von nichts und niemandem aufhalten. Nicht vom verbissen kämpfenden Verstappen, nicht von einer Disqualifikation im Qualifying und auch nicht von einer Strafversetzung in der Startaufstellung. Am Ende holte der 36-Jährge seinen 101. Grand-Prix-Sieg und kam bis auf 14 Punkte an den zwölf Jahre jüngeren Verstappen heran.

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Rätselraten um neuen Mercedes-Motor

Hinterher legte Mercedes noch Protest gegen eine Entscheidung der Rennkommissare zugunsten von Verstappen ein. Hamilton initiierte den Einspruch nicht persönlich und betonte bei einer Pressekonferenz: „Ich verwende alle Kraft darauf, an diesem Wochenende wieder bereit zu sein." Er wolle Red Bull „weiter einen Kampf liefern", den Gegner respektiere er ohne Einschränkung: "Respekt ist wichtig, auf und neben der Strecke."

Was Verstappens Red-Bull-Team im Saisonfinale aber unabhängig davon besonders Sorgen bereitet: Auf den Geraden ist Hamilton nach einem Motor-Wechsel wieder enorm schnell. Ein Aufschwung, mit dem kaum noch jemand gerechnet hatte. Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko sprach schon davon, dass den Silberpfeilen beim Antrieb ein "Meisterwerk gelungen sei." Im Fachmagazin "Auto, Motor und Sport" zeigte er sich beeindruckt, "so eine Rakete im entscheidenden Teil der Meisterschaft herbeizuzaubern". Ob das nur am neuen Motor oder auch an einem modifizierten Heckflügel liegt, ist noch unklar.

Fakt ist aber: Nachdem Hamilton schon abgeschrieben wurde, weil Verstappen ihm Woche für Woche Punkte abnahm, ist dieser Trend nun gestoppt. Der Routinier hat den Vorteil jahrelanger Erfahrung im Kampf um den Titel, während die Situation für seinen niederländischen Widersacher komplett neu ist. Allerdings: In den letzten vier Jahren war Hamilton spätestens drei Rennen vor Schluss Champion. Letztmals richtig gefordert wurde er 2016, als bis zum finalen Grand Prix alles offen war. Am Ende zog er damals gegen Teamkollege Nico Rosberg den Kürzeren. Es war das einzige Mal seit 2014, dass er nicht Weltmeister wurde.

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Red-Bull-Star Verstappen kämpferisch

Jetzt stehen zwei für die Formel 1 völlig neue Strecken auf dem Programm. Nach Doha am Wochenende geht es in zwei Wochen nach Dschidda in Saudi-Arabien, ehe schließlich in Abu Dhabi das Saisonfinale steigt. Und auch, wenn Hamilton über mehr Routine verfügt - es gibt es keinen Grund, Verstappen abzuschreiben. Die Spitzenposition hat er sich mit neun Rennsiegen in bislang 19 WM-Läufen verdient, während Hamilton nur sechs Mal triumphierte. "Wir haben noch drei Rennen vor uns. Also geht es darum, zu pushen und als Team alles zu tun, um die Leistung auf der Strecke zu maximieren", gibt sich der Red-Bull-Star kämpferisch.

Hamilton hat aber sicher eine Chance, die Leistungen von Verstappen doch zu beeinflussen. Denn Psycho-Spielchen sind dem Altmeister nicht fremd. Zuletzt machte er auch in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" eine Andeutung. Demnach gebe es etwas, was viele seiner Gegner gemeinsam hätten: "Sie waren alle geistig verletzlich. Und das ist eine interessante Beobachtung, wie ich finde." (APA/red.)

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