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FIM Superbike World Championship

Rea vs. Razgatlioglu: Neue Runde im Duell der WM-Rivalen

14. Okt.

Foto: Motorsport Images

WM-Leader Toprak Razgatlioglu blendet seine Titel-Chance weiterhin aus und peilt auch in Argentinien Siege an - Jonathan Rea will die WM-Entscheidung vertagen.

Nächster Titel-Showdown in der Superbike-WM: Am Wochenende gastiert die WSBK in Argentinien, wo in San Juan das erste Übersee-Rennen seit der Corona-Pandemie steigt (LIVE bei ServusTV, im Stream & in allen Apps). Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu kommt als WM-Führender nach Südamerika. Hinter dem Türken liegt Rekord-Champion Jonathan Rea (Kawasaki) mit 24 Punkten Rückstand. Somit könnte die WM schon am Sonntag vorzeitig entschieden werden.

Doch Rea hat andere Pläne. "In Portugal habe ich mich zuletzt wirklich stark auf dem Motorrad gefühlt. Ich hoffe, dieses Selbstvertrauen jetzt nach Argentinien mitzunehmen. Und natürlich denke ich dabei auch an die Meisterschaft", stellt der Titelverteidiger klar.

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Rea mit viel Rückenwind aus Portugal

"Wir müssen das im Hinterkopf behalten, hart arbeiten und versuchen, möglichst viele Punkte aufzuholen. Unser Ziel ist es, mit weniger Rückstand aus Argentinien zu kommen, um die Chance bis zum letzten Event am Leben zu erhalten", erklärt Rea. Während der Nordire also mit mindestens einem Auge auf den WM-Stand schaut, blendet Razgatlioglu die Meisterschaft weiterhin aus - und konzentriert sich stattdessen auf Siege.

"Ich mag die Strecke in San Juan, stand dort schon einige Male auf dem Podium. Und wie ich zuletzt schon immer gesagt habe, konzentriere ich mich auch dort voll und ganz darauf, im nächsten Rennen um den Sieg zu kämpfen. Denn die Meisterschaft sieht nach jedem Wochenende anders aus", bemerkt der Türke.

"Das Team arbeitet hart daran, mir jedes Mal ein gutes Motorrad hinzustellen. In jedem Rennen, in jeder Session verbessern wir uns. Wir werden am Freitag mit Renn-Simulationen im Freien Training daran arbeiten, die beste Abstimmung für die Rennen zu finden. Und dann werden wir sehen", so Razgatlioglu weiter.

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Starke Kawasaki-Statistik in San Juan

In der Saison 2019 gastierte die Superbike-WM zum bisher letzten Mal in San Juan. Damals herrschten dort teils chaotische Zustände, denn der Asphalt schwitzte und beförderte schmierige Stoffe an die Oberfläche. Einige Fahrer traten daraufhin in Streik. Am Ende gewann Ducati-Pilot Alvaro Bautista Lauf eins. Jonathan Rea entschied das Superpole- und das zweite Hauptrennen für sich.

"Ich bin auf unser Potenzial in Argentinien extrem gespannt", blickt Rea voraus. "Villicum ist eine Strecke, die mir immer gefallen hat. Sie ist ja noch relativ neu im WSBK-Kalender. Aber ich glaube, ich habe vier der fünf Rennen dort gewonnen. Ich mag das Layout der Strecke, der Kurs ist ziemlich eigenwillig."

Die Entscheidung, das Übersee-Rennen in Südamerika nicht abzusagen, sieht Rea als positives Signal. "Lange Zeit schien es unmöglich, in diesem Jahr Übersee-Rennen zu bestreiten. Also muss man der Regierung von San Juan, der Dorna und allen anderen dafür danken, dass sie es möglich gemacht haben. Das gilt auch für alle Teams. Denn es ist wirklich schwierig, ein Übersee-Rennen mit all den Einschränkungen zu planen. Jetzt aber werden wir fahren, und ich freue mich schon sehr darauf."

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Schützenhilfe von Rea-Teamkollege Lowes?

Beim WM-Duell zwischen Yamaha und Kawasaki könnten auch die Teamkollegen der beiden Titel-Rivalen eine Rolle spielen. Zuletzt musste Jonathan Rea auf die Schützenhilfe von Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes verzichten, weil der Brite mit den Folgen seines Barcelona-Crashs kämpfte. Für Argentinien ist Lowes nun aber optimistisch.

"Ich habe hart daran gearbeitet, den Zustand meiner Hand und meines Handgelenks zu verbessern. Nachdem ich den Großteil der beiden letzten Events verpasst habe, freue ich mich darauf, wieder in der Startaufstellung zu stehen. Mein Ziel ist es wie immer, um das Podium zu kämpfen. Und ich hoffe, dass mein körperlicher Zustand mir das auch erlaubt. Denn die letzten Rennen haben gezeigt, dass wir die Pace dazu haben", so Lowes.

Argentinien für Locatelli komplett neu

Im Yamaha-Lager kommt Andrea Locatelli die Rolle des Unterstützers zu. Doch der Italiener reist ohne jegliche Streckenkenntnis nach San Juan. "Argentinien ist eine komplett neue Strecke für mich, wir haben also einiges an Arbeit vor uns. Trotzdem denke ich, dass wir dort sehr gut abschneiden können. Mein Ziel ist es, die Lücke zur Spitzengruppe zu schließen und einige wichtige Punkte für die Meisterschaft zu holen."

"Das wird sicher nicht einfach, denn die Konkurrenz ist stark. Aber wir arbeiten extrem gut zusammen, und das Team wird in dieser Saison mit jedem Rennen stärker. Ich fühle mich zu 100 Prozent fit und bin bereit für San Juan. Wir freuen uns darauf, am Freitag zu starten und dann zu sehen, was möglich ist", so der Supersport-Weltmeister.

Ducati-Pilot Scott Redding ist ebenfalls noch im WM-Rennen, hat aber nur noch Außenseiter-Chancen. Sein Rückstand vor dem Argentinien-Wochenende beträgt 54 Punkte. Der Brite muss also auf Pech für Razgatlioglu oder Rea hoffen, der Kurs in San Juan ist für den WM-Dritten Neuland.

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